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Supersonntag > Halle (Saale) > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Nachts im Regen an der Saale >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 09.05.2014 um 16:47:14

Neues von Halles Lästerschwestern: Nachts im Regen an der Saale

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Sich regen bringt Segen, wie wir hier schon mal die weise Oma haben zu Wort kommen lassen. Aber auch der substantivierte Regen hat es in sich. Wenn er als ununterbrochen pladderndes Nass eine fernsehfilmtragende Rolle in „Zorn: Tod und Regen" spielt. Bei dessen Erstausstrahlung am Donnertagabend im Ersten saß gefühlt ganz Halle vor der Kiste daheim oder beim Public Viewing in sieben halleschen Kneipen. Schon wohltuend, wie in der Geschichte (Danke, Autor Stephan Ludwig!) mit so ziemlich allen (deutschen) Regeln der Political Correctness gebrochen wurde. Die übellaunige Arbeits(un)moral der Hauptperson - irgendwie erfrischend. Kettenrauchend bis zum Umfallen - wie böse ist das denn! Gut, der erste mit schlampigen Äußeren im deutschen Fernsehen herumwedelnde Kommissar ist Zorn wahrlich nicht. Aber welcher Film-Anbaggerer ließ sich danach schon mal so ergeben ein „Zorn, Du bist ein Schlappschwanz" aus einem grinsenden Gesicht der zwar nicht zu ihrem Recht gekommenen, ihm aber immer noch zugeneigten Dame an den Kopf werfen? Als hartleibiger TV-Kritiker vom Stern (Kester Schlenz) muss man so was natürlich (ernsthaft) sexistisch finden. Und Axel Ranisch als „dicken Schröder" für seine Rolle ordentlich bemitleiden. Der durfte seinem zornig-schlappen Chef im Stadtbad beim Schwimmen im Stadtbad derweil die Schau stehlen und statt „Häh?" immer stilvoll mit „Wie meinen?" nachfragen. Rufen wir jetzt Hardcore-Ökos auf den Plan, wenn wir ausplaudern, dass ohne den vielen Regen die Produktion erheblich billiger geworden wäre? Insgesamt 10 000 Liter ließen Stadtwerke und Freiwillige Feuerwehr Ammendorf allein in die Filmkulissen am Markt regnen. Dabei mussten die filmtauglichen Regentropfen auch noch bis zu sieben mal größer ausfallen als die sonst aus den Wolken fallenden. Ja und wo waren eigentlich die Ordnungshüter, als Zorn des Nächtens zum Filmende über die regennasse Magistrale einfach per pedes heim in seine Platte spazierte??? Susi & Susi

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