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Supersonntag > Halle (Saale) > Der Klimawandel ist auch in der Saalestadt angekommen >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 20.05.2019 um 15:01:26

Der Klimawandel ist auch in der Saalestadt angekommen

Im Beisein von Halles OB Dr. Bernd Wiegand (2. v. li.) überreichte Tobias Fuchs (Mitte) vom Deutschen Wetterdienst den Abschlussbericht an Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (links). Im Beisein von Halles OB Dr. Bernd Wiegand (2. v. li.) überreichte Tobias Fuchs (Mitte) vom Deutschen Wetterdienst den Abschlussbericht an Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (links).
Foto: S. Richter
von Sonja Richter

2018 war ein sehr trockenes Jahr. Nur 65 Prozent des sonst üblichen Niederschlags ist gefallen. Und auch sonst konnte das Jahr mit Rekorden aufwarten. Anstatt der üblichen 37 gab es 94 Sommertage an der Wetterstation in Kröllwitz, statt sieben 31 heiße Tage (über 30 Grad Celius), statt zwei bis drei wurden 17 Tropennächte (über 20 Grad) und damit der höchste Wert seit der Wetteraufzeichung überhaupt registriert. „Das deutet darauf hin, dass der Klimawandel auch in Halle angekommen ist", so Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert in der vergangenen Woche, als der Abschlussbericht zum Stadtklima-Projekt in Halle vorgestellt wurde.

Das Projekt hatte seit April 2014 die Entwicklung in Halle untersucht und zahlreiche Daten erfasst. Gemessen wurde an festen Stationen (Kröllwitz, Diesterwegschule, an der Comerzbank und zeitweise in der Franzigmark) sowie mit drei Straßenbahnen, zwei mit Außen- und eine mit einer Innenmessanlage. Initiert vom Land und vom Deutschen Wetterdienst konnte dadurch erstmals eine umfangreiche Übersicht über die Entwicklung in der Saalestadt erstellt werden, denn die Klimatopkarte von 1992 war nur aus einer 24-Stunden-Bodenmessung und einer Scannerbefliegung hervorgegangen.

An der Diesterwegschule war es am heißesten
Die langfristigen Messungen zeigten u. a., dass es einen Temperaturunterschied zwischen Stadtzentrum und Stadtrand von durchschnittlich 1,2 Grad, an einigen Tagen sogar bis zu sechs Grad gibt. Die höchsten Temperaturen wurden an der Station Diesterwegschule ermittelt. Dort kühlt es aber nachts wieder ausreichend ab. An der Comerzbank im halleschen Stadtzentrum hingegen konnte kaum eine Abkühlung festgestellt werden. Und des Wetterphänomen „Regenschatten des Harzes" macht Halle zu einer der trockensten Regionen überhaupt.

Die ermittelten Werte und die Schlussfolgerungen daraus finden jetzt ihren Niederschlag im Flächennutzungsplan und Grünflächenplan der Stadt, um eine klimaresiliente Stadtentwicklung planen zu können, d. h., so zu zu bauen, dass das Ökosystem weiterhin funktioniert. Halles OB Dr. Bernd Wiegand könnte sich dazu vorstellen, dass man noch mehr Fassaden und Dächer in der Stadt begrünt. Auch für eine bessere „Durchlüftung der Stadt" will man Sorge tragen durch Grünflächen und vor allem Bäume. Den Stadtwerken helfen die Projektergebnisse u. a. dabei, ihre Standorte für die Energiewende zu planen und zu klären, wo man ein neues Kraftwerk oder einen Energiespeicher bauen kann.

Aus den ermittelten Daten wurden auch Hochrechnungen bis zum Jahr 2085 aufgestellt. Und die besagen, dass die durchschnittliche Temperatur in Halle um bis zu vier Grad steigen wird und dass man zukünftig mit noch weniger Niederschlägen rechnen muss.
 

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