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Supersonntag > Halle (Saale) > Mit dem Fan-Radio überall auf der Welt live bei den Spielen des Halleschen FC dabei >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 03.04.2019 um 11:03:22

Mit dem Fan-Radio überall auf der Welt live bei den Spielen des Halleschen FC dabei

Thomas Hoffmann, „Krümel“ und Frank Jany vom Fan-Radio (v.l.) beim ersten Montagsspiel des HFC in Rostock. Thomas Hoffmann, „Krümel“ und Frank Jany vom Fan-Radio (v.l.) beim ersten Montagsspiel des HFC in Rostock.
Foto: W. Bahn
Vor zehn Jahren erfolgte der Startschuss für die vereinseigene Übertragung der Partien der Rot-Weißen. Alle Hobby-Reporter sind Anhänger des Drittligisten. 
 
Halle (W. Bahn). Für Daniel Graul ist das Fan-Radio des HFC unverzichtbar. Der Tanker-Kapitän kreuzt in diesen Wochen mit seinem Schiff wieder auf den Weltmeeren in Asien. Dennoch verpasst der  Hallenser keine Partie seines geliebten Vereins. „Ich stehe sogar nachts auf, um live bei den Spielen dabei zu sein“, so der 46-jährige Seemann, der seit frühester Kindheit ein eingefleischter Fan der Rot-Weißen ist. Er wohnt inzwischen schon viele Jahre mit seiner Familie in Leer in Ostfriesland, doch die Verbindung zum halleschen Traditionsverein ist nie abgerissen.  Und so wird der HFC-Fan auch am Sonnabend im Fernen Osten vor dem Handy sitzen, um die Partie des Drittligisten gegen Würzburg zu verfolgen.  Auch in Australien, den USA und in Südafrika wird das Fan-Radio eingeschaltet. Über die HFC-App kann es überall auf der Welt empfangen werden.
 
Die Anfängen dieses kostenfreien Service des HFC für seine Anhänger reichen zehn Jahre zurück. Am 19. Dezember 2009 schlug die Geburtsstunde des Fan-Radios. Bei minus 14 Grad bezwangen die Rot-Weißen im Kurt-Wabbel-Stadion die Reserve von St. Pauli mit 1:0. „Und wir haben vor Kälte gezittert wie Espenlaub“, kann sich Uwe Striesenow noch genau an die erste LIve-Reportage erinnern. „Krümel“, wie ihn alle halleschen Fans nur rufen,  ist einer der Mitbegründer des Fan-Radios und verantwortlich für die Bereitstellung der Technik. Die Fan-Szene wollte damals die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, um bei allen Spielen ihrer Mannschaft zumindest akustisch live dabei zu sein. So entstand die Idee vom Fan-Radio. Gegenwärtig gehören neben „Krümel“ sechs weitere HFC-Anhänger zum Reporterteam des Fan-Radios, das jüngst beim 1:1-Remis der Rot-Weißen in Rostock eine Sternstunde erlebte.
 
Da die Ultras das erste Montagsspiel des HFC aus Protest boykottierten, saßen nur wenige Anhänger der Rot-Weißen im Ostseestadion.  Umso mehr hatten dafür zu Hause in und um Halle das Fan-Radio eingeschaltet. „Wir hatten sagenhafte Einschaltquoten“, freute sich Thomas Hoffmann, der zusammen mit Frank Jany die Partie kommentierte. Mehr als 800 User wurden bei diesem spannenden Auswärtsspiel registriert. Wenn man davon ausgeht, dass die meisten Hörer nicht allein am Handy saßen, so hat fast die gesamte aktive Fan-Szene der Rot-Weißen bei der Montagspremiere des Drittligisten den kostenfreien Service des HFC genutzt. „Wir können  dennoch gern auf Montagsspiele verzichten“, sagt Thomas Hoffmann.  Der 45-jährige Kraftfahrer aus Bad Lauchstädt musste zwei Tage Urlaub nehmen, um den Einsatz an der Küste abzusichern. Sein „Spannemann“ aus Teutschenthal, der bei der Bundeswehr beschäftigt ist, war sogar schon am Wochenende angereist, um rechtzeitig im Ostseestadion zu sein.
 
Alle Hobby-Reporter des HFC haben bei Radio Corax das nötige Rüstzeug erhalten. Doch im Gegensatz zu ihren professionellen Kollegen legen sie bewusst keinen Wert auf objektive Berichterstattung. Sie kommentieren die Spiele durch die rot-weiße Brille und die meisten von ihnen auch mit eingefärbtem halleschen Dialekt. Doch gerade das macht ihre emotionalen Live-Übertragungen so einzigartig. In jeder Saison legen die Mitstreiter vom Fan-Radio Tausende Kilometer zurück. Die weitesten Strecken reichten früher bis nach Saarbrücken oder nach Burghausen in Oberbayern. Anfangs gab es immer wieder technische Probleme, doch inzwischen verfügen nahezu alle Spielorte in der dritten Liga über LTE. Lediglich in Meppen herrscht noch immer „tote Hose“. In solchen Fällen versucht „Krümel“ über die Telekom eine Standleitung zu bekommen.  Er hofft, dass das auch am 13. April klappt und das Fan-Radio live übertragen kann. 
 

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