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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 13.03.2019 um 17:44:39

Hallescher FC: Die Eintagsfliege von Urgestein Dieter Strotzniak

Vor 15 Jahren muss Strozniak für ein einziges Punktspiel als Trainer des HFC ran. Vor 15 Jahren muss Strozniak für ein einziges Punktspiel als Trainer des HFC ran.
Foto: Archiv/S. Christmann
Von Wolfram Bahn

Das ist ein Kuriosum in der wechselvollen Geschichte des Halleschen FC: Vor 15 Jahren in der Saison 2003/04 kommt Dieter Strozniak wegen eines überraschenden Trainerwechsels zu besonderen Ehren. Die HFC-Ikone muss am 21. März 2004 für ein Punktspiel beim Dresdener SC als Interimstrainer die Verantwortung für das Team in der Amateur-Oberliga des NOFV übernehmen. Bereits eine Woche zuvor saß der Co-Trainer für seinen Cheftrainer Dirk Mankowski beim 0:1 gegen den VfB Leipzig auf der Bank. Doch diese Partie wurde nur als Pflichtfreundschaftsspiel gewertet, da die Sachsen Konkurs angemeldet hatten. Der Berliner Mankowski war kurz vorher vom Präsidium beurlaubt worden, weil die sportliche Entwicklung der Mannschaft stagnierte und der avisierte Aufstieg in Gefahr geriet. Mit Hermann Andreev stand schon sein Nachfolger fest. Doch der Russe, der vom VfB kam, konnte erst ab April sein Amt übernehmen. Die Folge: Dieter Strozniak muss einspringen und landet so in den HFC-Annalen.

Eine Platz in den Geschichtsbüchern des Vereins hat auch der Thüringer Torsten Ziegner als aktueller Coach der Rot-Weißen sicher. Der Absolvent der Hennes-Weisweiler-Akademie ist der 25. Trainer, den der Fußballklub seit seiner Gründung im Jahr 1966 verpflichtet hat. Seine Vorgänger haben teilweise turbulente Zeiten erlebt und nicht immer Erfolg gehabt. Mehrfach ging es bergab, doch in all den Jahren hat nur einer von sich aus gekündigt. Und das war Klaus „Banne" Urbanczyk, der zum 31. Dezember 1994 seinen Dienst als HFC-Coach quittierte und zu Lok Stendal wechselte. Der Olympiadritte von 1964 war einer von sieben früheren Nationalspielern, die beim HFC auf der Trainerbank saßen. Zu diesem illustren Kreis gehörte Reinhard Häfner, der 58 Länderspiele absolvierte und 1976 mit der DDR-Elf den Olympiasieg holte. Der Leipziger Rene Müller, der zwischen 2005 und 2007 HFC-Trainer war, stand 46 Mal zwischen den Pfosten der Nationalelf. Als er gehen musste, kam mit Detlef Schößler ein Magdeburger, der 18 Mal das DDR-Trikot trug. Vor den Beiden hatte der Jenaer Lutz Lindemann ein kurzes Intermezzo als HFC-Coach gegeben. Auch der frühere Trainer und Sportdirektor beim HFC, Stefan Böger, absolvierte vier Länderspiele für die DDR.

Der erste in der Riege der HFC-Trainer war Heinz Krügel. Der gebürtige Zwickauer hatte den SC Chemie Halle als Vorgänger des HFC im Jahre 1962 sensationell zum Pokalerfolg geführt. Nach einem Jahr als Coach der Rot-Weißen ging Krügel nach Magdeburg. Er führte die Blau-Weißen 1974 zum ersten und einzigen Europokalsieg einer DDR-Klubelf. Walter Schmidt als einer seiner Nachfolger ist mit den HFC-Junioren 1969 DDR-Meister geworden und hat 1971 den Einzug in den Europapokal geschafft. Der heute 91-jährige Rentner war ein „harter Hund". Einer seiner zugegeben umstrittenen Leitsprüche lautet: „Wenn ein Spieler seinen Trainer lobt, dann ist es Zeit, dass einer von Beiden geht."

Sven Köhler hat die längste Amtszeit als Trainer beim HFC erlebt. Der gebürtige Freiberger übernahm in der Saison 2007/08 die sportliche Verantwortung bei den Rot-Weißen. Mit Köhler stieg der HFC zweimal auf: 2008/09 in die Regionalliga und 2011/12 in die 3. Liga. Er war neun Spielzeiten lang als Coach in Halle. In dieser Zeit gewann der frühere zweifache DDR-Auswahlspieler mit dem HFC sechs Mal den Landespokal. Köhler saß bei insgesamt 286 Pflichtspielen des HFC auf der Trainerbank.
Das ungewöhnlichste Trainerschicksal hatte Karl Trautmann zu erleiden. Nach der Spielzeit 1989/90 musste er seinen Hut nehmen, weil ihn die Mannschaft abgewählt hatte. Nach seinem Abgang übernahm Co-Trainer Bernd Donau das Amt des Cheftrainers. Mit ihm gelang 1991 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Aber auch er konnte den Absturz nach nur einer Saison nicht verhindern und bekam danach seine Papiere.

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