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Supersonntag > Halle (Saale) > Kaufland und ein Möbelhaus kommen neu in den HEP - Kriegsbeil wieder ausgegraben >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 11.03.2019 um 17:43:22

Kaufland und ein Möbelhaus kommen neu in den HEP - Kriegsbeil wieder ausgegraben

Frank Röhlings, Geschäftsführer von CMde erläuterte die HEP-Umbaupläne für Kaufland und ein Möbelhaus. Frank Röhlings, Geschäftsführer von CMde erläuterte die HEP-Umbaupläne für Kaufland und ein Möbelhaus.
Foto: S. Christmann
Von Susanne Christmann

Der Hallesche Einkaufspark (HEP) an der B6 Richtung Leipzig bekommt zwei wichtige neue Mieter und wird dafür für 35 Millionen Euro saniert und umgebaut.

Gerade erst hatten die beiden Parteien HEP und Globus eine Lösung ihres Mietstreites gefunden. Die Globus-Kette, die an der Dieselstraße einen neuen, größeren und moderneren Markt bauen möchte, akzeptierte eine deutliche Mieterhöhung und einen verbindlichen Auszugstremin aus dem HEP zum 31. Januar 2020. Sonst hätte eine kurzfristige Zwangsräumung gedroht.

Mit dieser Einigung hätten die beteiligten Parteien das Kriegsbeil begraben können. Denn mit der bald auf die Einigung folgenden Nachricht, dass mit Kaufland ein würdiger Nachfolger im Verbrauchermarkt-Geschäft unterschrieben hatte, stand einer guten Zukunft des HEP eigentlich nichts mehr im Wege (auf dem Foto HEP-Chef Holger Wandrey mit den Umbauplänen für Kaufland und ein Möbelhaus). Dachte so mancher.

Bei einem Medientermin am vergangenen Freitag fuhren der Investor CMde, der hinter dem HEP steht, Kaufland, Vertreter von Rewe und eine in Halle und dem Umland bekannte Fleischerei-Kette dann aber recht schwere Geschütze gegen die Stadt und Globus auf. Die Neuansiedlung des Globus-Marktes mit ca. 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche an der Dieselstraße verstoße gegen das Ziel des Einzelhandelszentren-Konzeptes, bestehende Versorgungsstandorte zu schützen. Man lastet Globus auch an, dass nun die Existenz des Südstadt-Centers bedroht sei. Dort will Kaufland noch seinen Mietvertrag erfüllen (wann dieser endet, konnte man am Freitag nicht sagen) und danach gibt es dort ein noch sehr viel größeres Leerstands-Problem als ohnehin schon. Auch die Innenstadt von Halle sieht man gefährdet. Die Stadtverwaltung und Globus würden dort weiteren Leerstand provozieren. Globus hätte Alternativstandorte nicht wirklich geprüft und werde an der Dieselstraße für ein Stau- und Verkehrschaos sorgen. Schließlich ziehe die Stadt nicht, wie gefordert, das Bebauungsplan-Verfahren ergebnisoffen durch. Im Abwägungsverfahren eingereichte Einwände, die immerhin einen Umfang von 700 Seiten hätten, seien lediglich zur Kenntnis genommen und nicht mit beteiligten Parteien und Einwohnern diskutiert worden.

Globus hält dagegen. Es seien neben den Einwendungen von Marktkonkurrenten auch eine Vielzahl von positiven Stellungnahmen abgegeben worden, heißt es in einer Presseerklärung. Alle Stellungnahmen seien genauso wie die vorgelegten Gutachten durch die Stadt in fachlicher Abstimmung mit den Globus-Planern geprüft und bewertet worden. Zudem hätte die Stadt auch noch eine externe Prüfung in Auftrag gegeben, die sich mit den Auswirkungen des Neubauvorhabens an der Dieselstraße auf den bestehenden Handel befasst habe. Ergebnis: Das Globus-Bauvorhaben an der Dieselstraße ist als städtebaulich verträglich einzustufen. Dem sei letztendlich auch das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr gefolgt, das dem Bauvorhaben im Januar die landesplanerische Verträglichkeit attestiert habe.

Auch Halles Stadtrat habe sich mit großer Mehrheit für die Aufnahme des neuen Globus-Standortes in das Einzelhandels- und Zentrenkonzept von Halle, das sich derzeit in der Überarbeitung befinde, ausgesprochen. Die schwerwiegenden Folgen des Umzugs von Globus auf andere Versorger seien Globus nicht bekannt. Stattdessen verweist Halles Globus-Geschäftsleiter Renè Klauer auf die aktuelle Aufteilung der Umsatzanteile. Demnach nach vereinen Edeka (mit Netto) und Kaufland/Lidl (gehören beide zur Muttergesellschaft Schwarz-Gruppe) die Löwenanteile auf sich. Danach kämen Rewe (mit Penny) und Aldi und erst dann Globus.

„Bekanntermaßen verbindet unser Unternehmen mit der avisierten Entwicklung des Standortes Dieselstraße die Absicht, die Qualität des Handels in Halle zu verbessern. Im Verbund vieler Marktpartner soll es damit gelingen, Kunden besser in der Stadt zu halten und den Abfluss von Kaufkraft zukünftig zu senken. Mit einem Marktanteil von 9,5 Prozent kann Globus hier aber realistisch gesehen nur einen begrenzten Beitrag leisten. Schließen sich Wettbewerber wie Kaufland diesem Bestreben an, gewinnen die Qualitätsidee und die Verbraucher. Und das schon deshalb, weil die Schwarz-Gruppe mit Kaufland und Lidl in Halle schon heute mehr als doppelt so groß ist wie Globus", sagt Renè Klauer dazu. Qualität bedeutete für Globus dabei nicht nur ein verbessertes Sortiment, sondern auch durch vielfältigen Wettbewerb gesicherte attraktive Verkaufspreise. Qualität in diesem Verständnis fördere den Wettbewerb, bereichere die Handelslandschaft und führe zu mehr Lebensqualität in der Stadt. Dazu zählten sowohl die Ansiedlung von Kaufland im HEP, als auch die Entwicklung des neuen Globus-Standortes.

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