Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Supersonntag > Halle (Saale) > Frost und nun steigende Temperaturen: DLRG und Feuerwehr warnen vor Spaziergängen auf dem Eis >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 25.01.2019 um 13:58:47

Frost und nun steigende Temperaturen: DLRG und Feuerwehr warnen vor Spaziergängen auf dem Eis

Retter der DLRG und der freiwilligen Feuerwehr aus Holleben (Gemeinde Teutschenthal, Saalekreis) üben das gemeinsame Vorgehen bei möglichen Eisunfällen. Retter der DLRG und der freiwilligen Feuerwehr aus Holleben (Gemeinde Teutschenthal, Saalekreis) üben das gemeinsame Vorgehen bei möglichen Eisunfällen.
Foto: Jan Möbius

Holleben (DLRG). Kaum sind Gewässer wie der Heidessee, der Hufeisensee in Halle oder die Wasserflächen am Kanal in Halle-Neustadt zugefroren, werden sie oft ohne Rücksicht auf die Dicke der Eisschicht zu einer Attraktion. Schlittschuhlaufen oder sogar Eishockey erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zahlreiche Eiseinbrüche - häufig mit tödlichem Ausgang – beweisen jährlich bundesweit, wie trügerisch das Eis ist. Aus diesem Grund warnen die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Saale-Elster-Aue e.V. und die freiwillige Feuerwehr aus Holleben (Gemeinde Teutschenthal, Saalekreis) vor dem Betreten von Eisflächen auf stehenden Gewässern.

„Zwar ist das Interesse gerade jetzt bei Kindern und Erwachsenen groß, die möglicherweise zugefrorenen Bäche oder Teiche zu betreten. Doch dafür es noch zu früh - trotz der eisigen Temperaturen in den vergangenen Tagen", sagt Karl Karasz, DLRG-Vorsitzender in Holleben. Gerade der jetzt vorhergesagte Temperaturanstieg verschärfe die Situation. Die vermeintliche dicke Eisschicht beginnt zu tauen. DLRG-Chef Karasz warnt daher: „Gehen Sie nicht auf zugefrorene Gewässer. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Amt, ob ein gefahrloses Betreten der Eisflächen möglich ist. Das Eis auf stehenden Gewässern sollte mindestens 15 Zentimeter dick sein, auf fließenden Gewässern mindestens 20 Zentimeter. „Und selbst das garantiert noch keine absolute Sicherheit", so Karasz.

Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten Karasz kenne die Tücken gefrorener Gewässer. Der Retter erkenne am Verhalten des Eises, wann es gefährlich wird: „Das Eis sendet Signale aus, die jeder kennen sollte", sagt er. „Das muss sofort verlassen werden, wenn es knistert und knackt."

Dunkle Stellen würden verraten, dass das Eis noch zu dünn ist. Dort bestehe höchste Gefahr, einzubrechen. „Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen, an bewachsenen Uferzonen und Wasserbauwerken geboten", sagt Karasz. Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, würden zudem eine besondere Gefahr darstellen. „An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees", so der DLRG-Chef. So hilft man Eingebrochenen Wer trotz aller Vorsicht im Eis einbricht, sollte versuchen, sich flach auf das Eis zu legen und langsam in Richtung des Ufers zu bewegen. Alles, was das Gewicht auf dem Eis verteilt, sei ein gutes Hilfsmittel - auch für Retter. Das könne zum Beispiel ein Brett, eine liegende Leiter oder ein umgedrehter Schlitten sein. Nach der Rettung sollte eine eingebrochene Person langsam, mit Hilfe trockener Kleidung und Decken, aufgewärmt werden.

„Eine Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein, ein Notruf sollte dementsprechend abgesetzt werden", so Karasz.
Damit sein Team im Notfall effektiv helfen kann, haben sich die Einsatzkräfte am Donnerstagabend von der Freiwilligen Feuerwehr Holleben über deren technische Möglichkeiten der Eisrettung informieren lassen. Dabei zeigten die Brandschützer einfache, aber effektive Mittel und Handgriffe, um sich sicher über eine Eisfläche zu einem Eingebrochenen zu bewegen. Während die Feuerwehr vor allem technische Hilfsmittel bei einem Eisunfall bereitstellen kann, können die Sanitäter und Rettungsschwimmer der DLRG aus Holleben mit zwei Rettungsbooten und einem Rettungswagen reagieren. Vor allem letzterer ist wichtig, um Ernstfall einen unterkühlten Patienten effektiv versorgen zu können.
 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehn Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehn Schülerinnen und Schüler aus allen Schulformen der Stadt Landsberg waren in Handwerksbetrieben der Region unterwegs. Am Ende entstanden neue...
Anzeige
Trauerportal
Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier! Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier! Liebe Veganer, wir fühlen mit Euch. Zum Osterfest Eier, wohin man schaut. Man kann ihnen einfach nicht entkommen, auch wenn man vegane Osterkarotten aus...
Anzeige
Die drei als Glückszahl? Drei Tore, drei Punkte und Tabellenplatz drei – Für den Halleschen FC rückt der Aufstieg wieder in den Bereich des Machbaren Die drei als Glückszahl? Drei Tore, drei Punkte und Tabellenplatz drei – Für den Halleschen FC rückt der Aufstieg wieder in den Bereich des Machbaren Halle (S. Christmann). Was für ein Ostersamstag! Satte 10890 Zuschauer hatten bei schönstem Frühlingswetter den Weg in den Erdgassportpark...
Anzeige
Unser Land