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Supersonntag > Halle (Saale) > Deutsche Wurst sollte Weltkulturerbe werden >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 14.11.2018 um 16:41:13

Deutsche Wurst sollte Weltkulturerbe werden

Klaus-Dieter Kohlmann ist Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Sachsen-Anhalt und hat seine Fleischerei in Greppin (Anhalt-Bitterfeld). Klaus-Dieter Kohlmann ist Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Sachsen-Anhalt und hat seine Fleischerei in Greppin (Anhalt-Bitterfeld).
Foto: S. Richter
1 500 verschiedene Wurstsorten gibt es in Deutschland, kein Land hat mehr.

Halle (sr). 166 Fleischereibetriebe mit über 200 Filialen sorgen im Kammerbezik der Handwerkskammer Halle dafür, dass täglich frische Wurst und regionales Fleisch auf die Teller der südlichen Sachsen-Anhalter kommen.

„Aber es verschwinden immer mehr Unternehmen vom Markt", weiß Landesinnungsmeister Klaus-Dieter Kohlmann, der seinen Betrieb in Greppin hat. Die Zunahme der Bürokratie macht es schwierig, Nachfolger für die Unternehmen zu finden. Und auch mit der Ausbildung gibt es Probleme, zum Beispiel nur noch eine Landesklasse Fleischfachverkäuferinnen in Bitterfeld und für die Fleischer-Azubi führt der Weg nach Weißenfels. Kohlmann kritisiert deshalb die langen Fahrwege zur Berufsschule: „Deren Finanzierung bleibt am Azubi hängen und sie sind schlechter gestellt als die Studenten mit dem Semesterticket", so seine Kritik. Kein Wunder also, wenn junge Leute den Einstieg in diesen Beruf meiden.

Dabei hat Deutschland auf diesem Gebiet viel vorzuweisen. Immerhin gibt es allein
1 500 verschiedene Wurstsorten, die meisten davon stammen aus Mitteldeutschland. „Diese Vielfalt wird verschwinden, wenn die Betriebe weniger werden", so Kohlmann, der bereits beantragt hat, dass die deutsche Wurst als Weltkulturerbe angemeldet wird. „Die Bäcker haben das schon erreicht." Stolz sind die Fleischer auch auf ihre regionalen Kreisläufe - Bauernhof, Schlachterei und Fleischerei befinden sich in einer Region und Tiere oder die fertigen Produkte müssen nicht durch ganz Deutschland transportiert werden.

Auf dem Konjunkturpressegespräch der Handwerkskammer Halle stimmt ihm Kammerpräsident Thomas Keindorf bei seinen Forderungen zu. „Lange Fahrwege und keine Internate an den Berufsschulen machen es den jungen Menschen schwer und wir fordern deshalb schon lange ein Azubi-Ticket, das es zum Beispiel in Thüringen schon gibt. An der Standortsituation der Berufsschulen können wir in Anbetracht der demografischen Entwicklung nicht viel ändern." Zwei Millionen Kilometer fahren die Azubis in Sachsen-Anhalt täglich zu ihrer Ausbildung, das Land hat deshalb die Hilfen für Azubis erhöht - von 120 000 auf zwei Millionen Euro. „Aber die Antragstellung ist einfach viel zu bürokratisch", so Keindorf.

Bau boomt weiter

Eine weiterhin gute Baukonjunktur hatte die Umfrage unter den Handwerksbetrieben im 3. Quartal ergeben. Hauptgeschäftsführer Dirk Neumann registrierte auch einen Anstieg im gewerblichen Bedarf. „Nur im Kfz-Handwerk ist die Stimmung deutlich eingetrübt." Insgesamt gehe es dem Handwerk aber gut. Die Betriebsauslas-tung über alle Gewerke liegt bei 85 Prozent und die Auftragsreichweite bei 7,2 Wo-chen. Gesunken ist allerdings die Zahl der Beschäftigten. „Auch da zeigt sich der Fachkräftemangel in unserer Re-gion", so Neumann dazu.

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