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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 10.11.2017 um 10:21:57

Gesunder Wald in der Der Dölauer Heide

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald lud Umweltministerin zur Waldwanderung. Revierförster gibt umfangreichen Überblick über Zustand des Stadtwaldes.  

Halle-Dölau (ke). Um es gleich vorweg zu nehmen. Halles städtischen Wäldern geht es gut. So sieht es zumindest Halles Revierförster Torsten Nieth. Bei einer Waldwanderung zu der Peter Wandelt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eingeladen hatte, erläuterte Nieth, Sachsen-Anhalts Um-weltministerin Dr. Claudia Dalbert und weiteren im Wald Aktiven wie der Kreisjägerschaft, des Peißnitzhauses und der Villa Jühling, den Zustand der Dölauer Heide.

Der diplomierte Forstingenieur ist seit vielen Jahren Herr über zehntausende Bäume in Halle: "1 100 Hektar Waldfläche gibt es insgesamt in der Stadt Halle. Davon alleine nimmt die Fläche der Dölauer Heide 740 Hektar ein." Weitere Flächen sind unteranderem die Rabeninsel, Peißnitzinsel und der Seebener Busch.

In der Dölauer Heide wachsen 25 verschiedene Baum- und Straucharten. Unterschiedlich alte Bäume, von sehr jungen bis zu über 200 jährigen Eichen sind ideal verteilt. "Das schützt den Wald vor Schädlingen. Tritt ein Befall auf, kann dieser sich aufgrund der Artenvielfalt nicht immens vermehren. Wir können mit minimalen Mitteln eingreifen um den Schädling zu bekämpfen", so Nieth. Eher zu schaffen machen dem Forst die Sturmschäden. Der Orkan am 7. Juli 2015 vernichtete 3 000 Festmeter Holz und hinterließ 4,5 Hektar Kahlfläche. Von den geschädigten Bäumen waren zwei Drittel Laubbäume. Ein 226 Jahre alter Eichenbestand wurde in Mitleidenschaft gezigen. Die Aufforstung sollte jetzt beginnen. Die Zäune um vier Flächen waren gesetzt, um die Setzlinge vor Wildverbiss zu schützen. Dann kam der Sturm am 28. und 29. Oktober: "Bäume stürzten auf die neue Einzäunung." Diese werden durch die Forstarbeiter repariert und jungen Stieleichen werden gesetzt.

Seit 2008 ist die Heide „FSC“ zertifiziert. Die Abkürzung steht für forstwirtschaftliche Verantwortung (engl. Forest Stewardship Council). Das heißt, die Waldnutzung muss nachhaltig erfolgen. Außerdem ist der Wald ein europäisches FFH-Schutzgebiet. Gebiete die der Fauna-Flora-Habiatrichtlinie der EU unterliegen, müssen Arten und Lebensräume erhalten. Torsten Nieth nennt bei der Waldwanderung ein konkretes Beispiel:
Vom Parkplatz kommend befindet sich links des Sandbergweges ein über hundertjähriger Baumbestand. Darunter Buchen und eine 190-jährige Eiche. „Aus forstwirtschaftlicher Sicht müssten wir hier pflegerisch eingreifen, also alte und kranke Bäume fällen. Damit würden wir aber dieses gewachsene Biotop zerstören. Geschütze Arten, wie die hier lebendenden Fledermäuse würden verschwinden.“ Der Förster entschiedt sich nach Rücksprache mit Naturschutzbehörden gegen einen Eingriff im Wald.  „Natürlich entsteht der Stadt dadurch ein wirtschaftlicher Schaden, weil kein Holz zum Verkauf entnommen werden kann“, so Nieth, „doch dank einer aktualisierten Fassung haben Waldbesitzer nun die Chance auf Entschädigung.

Bei aller Romantik des Waldes hat die Forstwirtschaft auch mit Problemen zu kämpfen. Beim anschließenden Gespräch kamen die Kritikpunkte offen zur Sprache. Dr. Claudia Dalbert nahm die Einladung des KreisverbanHalle -Saalekreis der Schutzgemeinschaft auch deshalb gerne an, um Förstern, Jägern und Menschen, die sich im Wald engagieren, Rede und Antwort zu stehen. So wurde der Personalabbau der Vorgängerregierung kritisiert. Die jetzige Umweltministerin stoppte diesen. Es werden wieder Forstwirte und Waldarbeiter eingestellt. Dalbert sicherte auch weiter die notwendigen Mittel für waldpädagogische Programme zu, wie für das Umweltbildungsprojekt „Waldfuchs“, das unter anderem Peißnitzhaus und Villa Jühling umsetzen.

Die Dölauer Heide ist seit 1929 im Besitz der Stadt Halle. Vorher gehörte sie zum königlich preußischen Forstamt und das seit dem Jahr 1780. Der Stadtwald ist 740 Hektar groß. Davon gehören 650 Hektar der Stadt, der Rest verteilt sich auf das Land Sachsen-Anhalt und private Waldbesitzer.

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