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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 16.10.2017 um 19:38:57

Verbrauchertäuschung: Heimischer Punsch statt skandinavischer Glögg

Die beiden Laborantinnen Nadja Mahn (hinten) und Anne Rothe am sogenannten Spiral-Plater im Keimzahllabor bei der Untersuchung von Proben auf Keime, wie sie beispielsweise in Salaten oder Kuchen vorkommen können.  Die beiden Laborantinnen Nadja Mahn (hinten) und Anne Rothe am sogenannten Spiral-Plater im Keimzahllabor bei der Untersuchung von Proben auf Keime, wie sie beispielsweise in Salaten oder Kuchen vorkommen können.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Dr. Bernhard Räbel, seines Zeichens Präsident des Landesamtes für Verbraucherschutz in Sachsen-An-halt, ließ sich auf dem Weihnachtsmarkt den herrlichen Glögg - Herkunft Skandinavien - so richtig schmecken. Schließlich hatte er ihn bei jenem Standbetreiber erworben, der auf einem Schild versicherte, dass er nur das anbiete, was er vorher bei einem Besuch in den Ländern persönlich verkostet habe.

Um so überraschter war der Amtspräsident, als ihm später ein Bericht auf dem Amtsschreibtisch gelegt wurde, in dem stand, dass der Herr schnöden heimischen Apfelwein aus der Börde als den berühmten nordischen Punsch verkauft hatte und eben keinen echten Glögg, der aus Rotwein und Korn oder Wodka und Gewürzen, wie z. B. Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken, gemacht wird. Solche Unredlichkeiten und viele Kennzeichnungsfehler sind es in der Regel, die in den Laboren des Amtes in Halle aufgespürt werden und sehr viel weniger bis gar keine gesundheitsschädlichen Dinge. Auch vom Skandal um die mit Fibronil verseuchten Hühnereier in diesem Jahr blieben die heimischen Erzeuger in Sachsen-Anhalt alle verschont - das Amt konnte bei ihnen nichts finden. Nur bei niederländischen Eiern und die hätten die Supermärkte mgehend selbst aus den Regalen genommen. Da sei ihr, bekannte Verbraucherschutzministerin Petra Grimm-Benne am vergangenen Freitag bei der Präsentation des Berichtes zur Lebensmittelsicherheit in Halle, ein großer Stein vom Herzen gefallen: „Wir mussten keiner Legehenne aus Sachsen-Anhalt etwas antun." Schließlich sei das systemische Pflanzenschutzmittel in Futter nachgewiesen worden. Aber keine Sachsen-Anhaltische Henne hätte glücklicherweise solch belastetes Futter zu fressen bekommen.

Was die Lebensmittelsicherheit des vergangenen Jahres betrifft, sind 2016 insgesamt 10 356 Proben Lebensmittel, 396 Proben Wein und weinähnliche Erzeugnisse und 941 Proben von Bedarfsgegenständen und Kosmetika hinsichtlich gesundheitlicher Unbedenklichkeit und rechtmäßiger Beschaffenheit untersucht wurden. Insgesamt wurden 1 259 Beanstandungen ausgesprochen, wobei es sich zum großen Teil um Kennzeichnungsmängel handelte. 101 Proben bekamen den Stempel „nicht zum Verzehr geeignet" und wurden aus selbigem gezogen. Weitere 111 Produkte wiesen allgemeine Hygienemängel auf.

Denjenigen, die der Behörde bei Kennzeichnungsmängeln vielleicht Kleinlichkeit vorwerfen könnten, schreibt Verbraucherschutzministerin Petra Grimm-Benne ins Handbuch: „Dies dient in einem Bundesland wie unserem mit seinen vielen Nahrungsmittelherstellern auch der Wirtschaft. Und ebenso den redlichen Händlern." Wenn zum Beispiel „Holzofenbrote" angepriesen werden, aber gar nicht in einem solchen gebacken oder woanders schon vorgebacken wurden (drei von acht untersuchten Proben).

Wenn Kleinteile bei Billigschmuck Cadmium enthalten, dann kann das allerdings für Kleinkinder erhebliche Gesundheitsfolgen haben. Das ist dann nicht nur eine Kennzeichnungssache, sondern zieht Bußgelder nach sich. Immerhin hat das Landesverwaltungsamt 2016 in 234 Fällen insgesamt 30 500 Euro Bußgelder verhängt, die zwischen 75 und 5 000 Euro lagen. Auch die, die sich fleischlos ernähren, sind nicht gefeit vor belasteten Nahrungsmitteln. Im Rahmen eines bundesweiten Monitorings wurden Soja-Produkte untersucht. Gefunden wurde in sogenannten Soja-Schnitzeln ein viel zu hoher Aluminiumwert. Was natürlich von Amts wegen „beanstandet" wurde.

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