Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Supersonntag > Halle (Saale) > OB akezptiert ablehnenden Stadtratsbeschluss zu Einkaufszentrum in Ammendorf nicht: Widerspruch und erneute Vorlage im Stadtrat >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 12.10.2017 um 13:59:48

OB akezptiert ablehnenden Stadtratsbeschluss zu Einkaufszentrum in Ammendorf nicht: Widerspruch und erneute Vorlage im Stadtrat

Hier, auf dem Gelände des alten Straßenbahndepots der Havag, soll(te) das neue Einkaufszentrum entstehen. Hier, auf dem Gelände des alten Straßenbahndepots der Havag, soll(te) das neue Einkaufszentrum entstehen.
Foto: S. Christmann
Ammendorf (sc). Ja, es war denkbar knapp, das ablehnende Abstimmungsergebnis zum ge-planten neuen Einkaufszentrum in Ammendorf auf dem Gelände des einstigen Straßenbahndepots. Es gab in der September-Stadtratssitzung 21 Stimmen dafür und 21 Stimmen dagegen sowie zwei Enthaltungen. Bei Stimmengleichheit gilt seitdem die Vorlage als abgelehnt. Nicht nur für den Baubeigeordneten Uwe Stäglin ein (unerwarteter) Schlag ins Kontor, sind doch die Planungen dafür schon recht weit fortgeschritten. Auch Oberbürgermeister Bernd Wiegand will dieses Abstimmungsergebnis nicht hinnehmen. Er lege Widersprauch dagegen ein und bringe den Beschluss für das neue Einkaufszentrum erneut in den Stadtrat ein, kündigete er am vergangenen Dienstag auf der öffentlichen Beigeordnetenkonferenz an. Denn der vorliegende Beschluss beeinträchtige das Ansehen der Stadt, weil er Vorhabenträger und Investoren verschrecke. Er sei schädlich für die positive Entwicklung für Halle. Außerdem sei es der Wunsch vieler Ammendorfer, dass man dort für eine größere Angebotsvielfalt sorge.

Die Stadträte, die mit „nein" gestimmt hatten, hatten vorher in der Diskussion zum Ausdruck gebracht, dass man bestehende Zentren wie das E-Center an der Weißenfelser Straße und das kleine Quasi-Einkaufszentrum schräg gegenüber des alten Straßenbahndepots nicht durch die Ansiedlung eines neuen Mitbewerbes schwächen wolle. Die Planungen hatten Gebäude für einen Supermarkt, einen Backshop, ein Cafè, einen Drogeriemarkt und einen nicht näher bezeichneten Einzelhandelsbetrieb mit nicht zentrenrelevanten An-geboten vorgesehen.

Das Netzwerk Süd, auf das Oberbürgermeister Bernd Wiegand wohl mit seiner Bemerkung anspielte (viele Ammendorfer wollten mehr Angebotsvielfalt), hatte sich enttäuscht über diese knappe Entscheidung gezeigt. „Diese Nachricht ist ein Schlag ins Gesicht für viele Bürger in Ammendorf", sagte der Netzwerk-Gründer Thomas Keindorf. Mit der Ansiedlung eines Drogeriemarktes sollte die Wohn- und Lebensqualität vor Ort gestärkt und der Stadtteil aufgewertet werden.

Trotzdem: ein auf ordentlichem demokratischem Wege zustandegekommener, rechtsgültiger Beschluss ist ein Beschluss. Auch wenn er denkbar knapp ausgefallen ist. Die demokratischen Regeln gebieten ist, dass man sich an einen solchen Beschluss hält. Auch wenn er nicht den eigenen Intentionen entspricht. Widerspruch und Wiedervorlage durch den Oberbürgermeister düpieren den halleschen Stadtrat einmal mehr und zeigen: Oberbürgermeister und Stadtrat können nicht miteinander. Oder soll man sogar sagen „wollen nicht (mehr) miteinander können"?

Auf die Diskussion über den wiedervorgelegten Beschluss zum neuen Einkaufszentrum in einer der nächsten Stadtratssitzungen darf man jedenfalls gespannt sein. Denn eines diese derzeit nicht: langweilig.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Wie die britische Queen und ihr Philip in London: Christa und Rudolph Fiedler feierten ihre Gnadenhochzeit Wie die britische Queen und ihr Philip in London: Christa und Rudolph Fiedler feierten ihre Gnadenhochzeit Halle (sc/Riebeck-Stiftung). Was die britische Queen mit ihrem Gemahl, Prinz Philip, in London kann, können auch Christa und Rudolph Fiedler in Halle:...
Anzeige
Körperformen Halle
„Bergfest“ bei Komplett-Umbau des Hauptbahnhofes Halle: Acht Tage dreht sich bei Vollsperrung hier kein (Eisenbahn)Rad „Bergfest“ bei Komplett-Umbau des Hauptbahnhofes Halle: Acht Tage dreht sich bei Vollsperrung hier kein (Eisenbahn)Rad Halle (sc). Mit den Umständen, die die halbseitige Sperrung des komplett umzubauenden Hauptbahnhofes mit sich bringt, haben sowohl die Bahnmitarbeiter als... 3:0 gegen Preußen Münster: Drei Tore und Tom Müller (wieder mal) auf dem Posten 3:0 gegen Preußen Münster: Drei Tore und Tom Müller (wieder mal) auf dem Posten Halle (sc). Ob die Brust der HFC-Kicker nach diesem schönen 3:0-Heimsieg am vergangenen Freitagabend unter Flutlicht gegen Preußen Münster nun...
Anzeige
Trauerportal