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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 01.02.2019 um 08:40:35

Philanthropinum Dessau: Schüler chatten mit Robotervater Matthias Biniok

Informatikstunde der etwas anderen Art am Philanthropinum in Dessau. Informatikstunde der etwas anderen Art am Philanthropinum in Dessau.
Foto: Frank Schmidtke
Dessau (fs). Etwas neidisch war die Nasa wohl schon auf die deutschen Entwickler von „Cimon”. Sie hätten gern als erste eine KI (künstliche Intelligenz) auf eine Raumstation gebracht. Aber „da waren sie leider zu langsam“ wie Matthias Biniok schelmisch bemerkte. Die anwesenden Schüler, klassenübergreifende Teilnehmer der Informatikkurse des Dessauer Gymnasiums Philanthropinum,  quittierten die lakonische Feststellung des erst 27 Jahre alten IBM-Projektleiters mit einem Schmunzeln im Gesicht. 

Am 24. Januar hatten die Schüler die Gelegenheit, in den Räumlichkeiten ihres Gymnasiums mit einem der Kreativköpfe des neuesten Technologie-Experimentes Mensch-Maschine-Interaktion im All“ per Videochat zu sprechen. Möglich gemacht wurde diese besondere Unterrichtsstunde durch den Vater eines Schülers. 

Thomas Böckelmann hatte Biniok bei einer Veranstaltung kennengelernt und war von dessen Vortrag so begeistert, dass er sich dazu entschloss, ihn per Mail zu kontaktieren und einfach mal anzufragen, ob dieser Zeit und Lust hätte, mit interessierten Schülern eines Dessauer Gymnasiums eine kleine „Web-Session“ abzuhalten. Da viele Schüler noch wenig konkrete Vorstellungen von der Zeit nach dem Abitur hätten und auf der Suche nach einer passenden Studienrichtung und Berufsperspektive seien, ergäbe sich hier vielleicht eine kleine Hilfe zur Entscheidungsfindung. Viel Hoffnung machte sich Böckelmann nicht, einen positiven Bescheid auf seine Anfrage zu erhalten. Umso überraschender und erfreulicher war dann die schnelle Zusage von Matthias Biniok.

Doch worum geht es eigentlich bei dem angesprochenen Technologie-Projekt „Cimon“? Es handelt sich dabei um den weltweit ersten fliegenden und autonom agierenden Astronauten-Assistenten mit einer künstlichen Intelligenz.

Cimon (Crew Interactive MObile companioN) ist eine medizinballgroße, fünf Kilogramm schwere, 3D-gedruckte Kunststoffkugel welche im Auftrag der Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entwickelt und gebaut wurde.

Das Vorbild für den Kugelroboter war laut Biniok, Professor Simon Wright aus der Zeichentrickserie Captain Future. „Cimon“ kann mit seinen Kameras, Sensoren, Mikrofonen und Prozessoren nicht nur „sehen“, „hören“, „verstehen“ und „sprechen“ - er kann auch vielfältige Informationen sowie Experiment- und Reparaturanleitungen darstellen und erklären. Durch 14 interne Ventilatoren kann er sich frei in alle Raumrichtungen bewegen und rotieren und sich somit dem Astronauten zuwenden, wenn er angesprochen wird, Kopfnicken, Kopfschütteln und räumlich selbstständig oder auf Kommando folgen. Seine Feuertaufe erfolgreich bestanden hat „Cimon“ bei der jüngsten Weltraummission des deutschen Astronauten Alexander Gerst.
Sozusagen aus erster Hand bzw. erstem Mund  und ins Detail gehend, bekamen nun Schüler und Lehrer  des Philanthropinums solcherlei Informationen direkt von einem der Projektverantwortlichen ausführlich und eindrucksvoll geschildert.
Anschließend bot sich für die Schüler die wohl einmalige Gelegenheit, direkt Fragen an Matthias Biniok zu stellen. Von dieser Möglichkeit wurde dann auch so reichlich Gebrauch gemacht, dass die vereinbarte Dauer der „Web-Session“ kaum ausreichte.

In der Hoffnung auf eine mögliche Wiederholung dieser außergewöhnlichen Unterrichtsstunde folgte dann  zu guter letzt noch eine Einladung: „Herr Biniok, wann immer sie ihr Weg an Dessau vorbeiführt, machen sie einen Abstecher, Gymnasium Philanthropinum, die Türen stehen ihnen offen, wir würden uns sehr freuen.“

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