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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 21.01.2019 um 14:20:48

Ist doch Ehrensache! Die Stadt Dessau-Roßlau bedankt sich bei engagierten Bürgern

In einem Pressegespräch mit Oberbürgermeister Peter Kuras wurde die neue Ehrenamtskarte vorgestellt. In einem Pressegespräch mit Oberbürgermeister Peter Kuras wurde die neue Ehrenamtskarte vorgestellt.
Foto: Anke Katte
Ehrenamtskarte der Stadt Dessau-Roßlau - Inhaber erhalten Vergünstigungen bei verschiedenen Partnern - Antragsunterlagen gibt es bei der Bürgerbeauftragten

Anke Katte

Dessau. Sie ist so groß wie eine Scheckkarte, knallrot und passt in jede Geldbörse. Die Rede ist von der Ehrenamtskarte, die die Stadt Dessau-Roßlau auf Anregung der CDU-Stadtratsfraktion und mit Unterstützung der Stadtmarketinggesellschaft zum 1. Januar 2019 auf den Weg gebracht hat.

Für Oberbürgermeister Peter Kuras ist die Ehrenamtskarte auch persönlich eine sehr wichtige Angelegenheit. „Ich habe selbst über 20 Jahre ehramtlich gearbeitet und kann einschätzen, wie viel Zeit, Leidenschaft und Verzicht ein Ehrenamt mit sich bringt. Es war schon lange an der Zeit, dass wir als Stadt uns bei den vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig in unterschiedlichen Bereichen engagieren, bedanken. Über das Wie haben wir lange diskutiert, dass die Anregung und der erneute Anstoß dazu jetzt aus dem Stadtrat kamen, ist zu begrüßen.“

Alle Fragen rund um die Beantragung der kleinen roten Karte, die zum Beispiel Vergünstigungen in Museen, Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, bei Einzelhändlern  und Gastronomen ermöglicht, werden von der Beauftragten für Bürgeranliegen, Kerstin Trute, beantwortet. Bei ihr gibt es auch die Antragsunterlagen und eine Liste mit den teilnehmenden Partnern. Selbstverständlich ist der Antrag auch auf der Web-Seite der Stadt Dessau-Roßlau zu finden.
Das Verfahren ist unkompliziert. Wer mindestens vier Stunden in der Woche oder 200 Stunden im Jahr eine freiwillige, gemeinwohlorientierte Tätigkeit in Dessau-Roßlau ausübt, kann sich das auf den Antragsunterlagen vom Verein bestätigen lassen. Voraussetzung ist, dass das Engagement seit mindestens drei Jahren besteht und fortgesetzt wird.
„Bisher haben wir mehr als 30 Anträge ausgegeben“, berichtet Kerstin Trute.

Die allererste Ehrenamtkarte der Stadt Dessau-Roßlau ist im Besitz von Reiner Fritzsche,
Als er vor fünf Jahren in den Ruhestand ging, stand er vor der Frage, wie er diesen gestalten würde. Er sah sich im Technikmuseum „Hugo Junkers“ um und fand dort im Archiv eine sehr interessante und ausfüllende Aufgabe. „Wir verwalten mehr als 5.000 Exponate, sehr viele Dinge sind noch gar nicht erfasst. Wir bekommen oft Besuch von Dessauern, deren Großeltern bei Junkers gearbeitet haben und die auf dem Dachboden noch den einen oder anderen Schatz der Industriegeschichte gehütet haben.“  

Um die Anwerbung von Partnern, die die Ehrenamtskarte unterstützen, kümmert sich die Stadtmarketinggesellschaft.
Bisher sind es etwa 20 Anbieter, darunter u. a. das Anhaltische Theater, die Landesbücherei, das Autohaus Heise, die Bäckerei Lantzsch und die Bäckerei und Konditorei Schieke, das Bowlingcenter Rodleben, das Sportbad, der Tierpark, die Konditorei Mrosek und der Dessau-Roßlauer Handballverein. Der Kreis soll ständig erweitert werden. „Wir merken, dass das Ehrenamt hoch geschätzt wird,“ so Saskia Lange, Geschäftsführerin der Stadtmarketinggesellschaft.

Auch Ralph Hirsch, Präsident der DRHV, findet die Ehrenamtskarte großartig „Allein im Sport gibt es in Dessau mehr als 2.000 Ehrenamtliche, die als Trainer, Übungsleiter oder Kassenwart viele Stunden Freizeit investieren. Das, was sie und die vielen Ehrenamtlichen in sozialen oder kulturellen Bereichen leisten, ist nicht bezahlbar. Darum beteiligen wir uns als Handballverein gern an der Aktion, die auf diesem Weg  vielleicht auch den einen oder anderen neuen Handballfan in die Arena bringt.“

„Dessau-Roßlau ist eine der wenigen Städte in Deutschland, die eine eigene Ehrenamtskarte haben“, weiß Ideengeber Eiko Adamek, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. „Wir haben uns im Vorfeld umgesehen, wie es andere Städte und Regionen handhaben. Vorreiter ist dabei Bayern, wo eine solche Karte im gesamten Freistaat gilt. Dass Leute, dich sich bei der Feuerwehr, bei der Telefonseelsorge oder im Sportverein engagieren, jetzt ihre Sonntagsbrötchen etwas günstiger bekommen oder beim Einritt ins Schwimmbad sparen, ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber das richtige Signal. Wichtig wäre mir, dass auch der  ÖPNV als Partner mit ins Boot kommen würde.

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