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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 04.01.2019 um 14:39:25

Spielzeug wie vor 100 Jahren…?

MuR Brigitta Weber ist quasi die Spielzeugwartin des Zörbiger Schlosses und somit der Spielzeugausstellung wie anno „Dazumal“. MuR Brigitta Weber ist quasi die Spielzeugwartin des Zörbiger Schlosses und somit der Spielzeugausstellung wie anno „Dazumal“. Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Im Zeitalter von Playstation oder Nintendo ist „das“ museumsreif. „Altes Spielzeug für die Winterzeit anno 1920“ – im Heimatmuseum Zörbig.

Zörbig (ts/bw). Heutzutage geht es bei der Wahl des Spielzeugs wahrlich heiß her oder technisch zu. Ballerspiele auf der Playstation oder Spielzeugblaster zum Schnellfeuern spielen im Gelände. Für manchen wirkt das wie aus einer fremden Welt, aus einer anderen Zeit. Doch wie ist das denn mit dem Spielzeug von früher, von den Großeltern?

Vermutlich gab es schon Spielsachen so lange es Menschen gibt. Kinder spielten bereits in der Steinzeit, darauf deuten archäologische Funde hin. Das Heimatmuseum Zörbig möchte in diesem Jahr mit einer Spielzeugausstellung auf die Zeit von vor 100 Jahren aufmerksam machen. Museumsrätin Brigitta Weber sieht sich durchaus als eine Zeitzeugin.

Zwar ist ihrer Meinung nach der Computer aus der gegenwärtigen Kinderwelt nun wahrlich nicht mehr wegzudenken, doch Puppen, Baukästen und Eisenbahnen fördern nach wie vor die Kreativität der jungen Generation und regen die Fantasie damals wie heute an. Insbesondere seit der PISA-Studie sollten vielleicht auch Bücher wieder mehr in das Interesse der kleinen und großen Kinder rücken. Die Welt der Erwachsenen spiegelte sich in den Spielsachen wider. Sehr vieles wurde von den Eltern mit viel Liebe selbst gefertigt.

Baukästen aus Holz und Stein, Ritterburg und Dampfmaschine waren vorherrschend für Knaben gedacht. Die Geschlechter wurden bis in das 20. Jh. hinein bei vielen Spielzeugen noch streng geschieden. Das schloss aber nicht aus, dass sich auch ein Zörbiger Junge für seinen Teddy einmal einen Puppenwagen (1943) wünschte. Robustes Blechspielzeug eignete sich für „unvorsichtigen Umgang“. Geschenke verfolgten immer auch den Zweck, die Kinder auf das künftige Leben vorzubereiten.
So animierten Sparbüchsen, kleine Beträge zu sammeln, um sich selbst damit vielleicht einen größeren Wunsch erfüllen zu können.

In der kalten Jahreszeit standen Schlitten und Schlittschuhe bereit, um die notwendige Bewegung im Freien zu fördern. Den Vergleich zur Gegenwart ermöglichen die aus dem 19. bis in das 20. Jh. hinein ausgestellten Gegenstände, die bei Erwachsenen wehmütige Erinnerungen an die eigene Kinderzeit wachrufen und den Kindern zeigen sollen, wie es früher war. Spiele, gleich welcher Art, sollten eigentlich nicht nur per Mausklick über den Bildschirm flimmern, sondern auch im 21. Jahrhundert noch „begreifbar“ sein. Mitglieder des Heimat-Vereins Zörbig haben aktiv zum Gelingen der Ausstellung beigetragen. Zu sehen ist die Sonderausstellung im Heimatmuseum Zörbig noch bis Ende Februar.

Das Museum befindet sich im Schloss Zörbig und öffnet von Montag - Freitag von 09:00 - 15:30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 14:00 – 17:00 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 034956 25605.

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