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Supersonntag > Dessau-Roßlau > Der gute Ton – keramische Kunst >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 14.09.2018 um 11:03:14

Der gute Ton – keramische Kunst

Christa Rötting ist eine überzeugende Künstlerin mit Ideenreichtum und großer künstlerischer Vielfalt... trotz ihrer 88 Jahre geht die Keramikerin jeden Tag in ihre Werkstatt und arbeitet an ihren Werken, der gute Ton gehört neben dem Brennofen immer mit dazu. Christa Rötting ist eine überzeugende Künstlerin mit Ideenreichtum und großer künstlerischer Vielfalt... trotz ihrer 88 Jahre geht die Keramikerin jeden Tag in ihre Werkstatt und arbeitet an ihren Werken, der gute Ton gehört neben dem Brennofen immer mit dazu.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder) Galerie (13 Bilder)
Wochenspiegel-Serie „Mein Job kann sich sehen lassen“: Keramikerin Christa Rötting aus Bitterfeld. Die Künstlerin Christa Rötting gestaltet individuelle Kreativität mit Keramik.

Bitterfeld (ts).
Christa Rötting liebt ihren Job, vor allem, weil man das Ausgangsmaterial formen, gestalten und präsentieren kann. Eva-Renate Rötting ist diplomierte Keramikerin. Der Großvater war ihr Wegbereiter in Richtung Bildung und Kunst. Geboren und aufgewachsen ist die heute 88-Jährige in Weimar. Doch bereits mit fünf Jahren zog sie mit der Familie nach Bitterfeld, der Arbeit wegen. Dort führte sie ihr Weg endgültig in Richtung Kunst, vor allem durch den in Bitterfeld abgebauten Ton. Sie nahm eine Ausbildung in den Steinzeugwerken als Keramikerin auf und im Anschluss folgte von 1952 bis 1957 ein Studium an der Burg Giebichenstein Halle.

Dieses Studium schloss sie mit einem Diplom im Jahr 1958 ab. Von 1964 bis 1969 leitete die Künstlerin den staatlichen Kulturhandel in Halle, seit 1970 ist sie freischaffende Künstlerin in ihrer eigenen Werkstatt in der Bitterfelder Röhrenstraße. Rötting möchte immer selbst Hand anlegen, das ist ihr wichtig, wie sie betont. Die Ideen zu neuen Werken aus den Grundstoffen Ton und Terrakotta entstehen meistens im Kopf. Um den freizubekommen, geht die gelernte Keramikerin nach wie vor gerne an die frische Luft.

Viele Einfälle kommen ihr genauerem Umschauen - ein besonderes Laubblatt hier, eine Katze dort oder aus einem Gespräch heraus. Dann nimmt die Künstlerin einen Bleistift und fertigt erste Handzeichnungen an. Diese verdichten sich dann im Laufe der Ideenschmiede zu einer Vorlage.

Dann legt Rötting ihre künstlerische Hand an und formt aus mit Wasser angemischtem Ton die erste Vorlage. Vorsichtig wird alles mit Spatel und Messer ausgearbeitet, solange, bis es der Künstlerin gefällt. Dann muss das Werk trocknen, ehe es gebrannt, bemalt und schlussendlich glasiert wird. Zwischendurch dürfen zwei Dinge nicht fehlen: Kaffee und Schokolade, Zartbitter muss es sein. Rötting fühlt sich wohl in ihrer Bitterfelder Werkstatt. Dort überzeugt die Künstlerin mit Ideenreichtum und großer künstlerischer Vielfalt. In ihrem kleinen Wirkungsbereich formt und gestaltet sie, stellt vielerlei Keramiken her. Kleine Handschmeichler, Reliefs, Büsten, Medaillen und auch einige Beiträge in Büchern.

Ihre Ideen landen später meist im Brennofen, um dann haltbar zu werden. Mittlerweile blickt Christa Rötting auf fast 70 Berufsjahre mit keramischer Kunst zurück. Aber nicht nur als Künstlerin mit ihren Werken aus Keramik, Ton oder Terrakotta, sondern auch für ihr Engagement und den Einsatz für andere ist sie bekannt. Rötting ist eine Schöpferin der Kunst, sie mischt sich jedoch auch gern ein, wenn es darum geht, Heimat zu gestalten. Ministerpräsident Dr. Reiner Haselhoff oder Hans-Dietrich Genscher – bei Christa Rötting sind schon viele Persönlichkeiten, aber auch viele Menschen aus nah und fern durch die Keramik-Werkstatt gegangen. Doch zwei Dinge sind ihr besonders wichtig und liegen ihr am Herzen.

Das Wort am Herzen kann man dabei wörtlich nehmen. Seit 45 Jahren engagiert sie sich als ehrenamtliches Mitglied in der Deutschen Herzstiftung. Mit ihrem Slogan „Hab ein Auge auf dein Herz“ hat die Wahlbitterfelderin schon zahlreiche Kunstprojekte geschaffen und den Erlös an die Herzstiftung übergeben. Als nächstes plant die Bitterfelder Künstlerin anlässlich der Herzwochen ein „herzliches“ Herzseminar am Sonntag, dem 18. November, von 10:00 bis 15:00 Uhr, öffnet sie ihr Bitterfelder Atelier in der Röhrenstraße 27 und mit ihrem Motto: „Kunst als Waffe gegen Krankheiten“ – möchte Christa Rötting mit Patienten und Interessierten über das „Thema Herz“ sprechen und aufklären.

Auf die Frage, wie lange die rüstige Künstlerin noch arbeiten möchte, hat sie immer nur ein müdes Lächeln übrig. „Glückwunsch!... trotz Rollator und den einen oder anderen Sturz… keiner hat sich bisher getraut, mir diese Frage zu stellen. Solange mir der Kaffee und die Schokolade schmecken, mein Herz schlägt sowie meine Füße mich tragen, werde ich den Keramikofen anheizen!“ Denn nach wie vor ist ein Auftrag ein Auftrag und dieser wird ausgeführt und neben der Berufung auch eine Verpflichtung, alles andere muss hinten anstehen. So gesehen soll das Kürzel „CR“ noch viele künstlerische Keramiken zieren.
 

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