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Supersonntag > Dessau-Roßlau > Geschichtsstreifzug bei Altmeisterfeier >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 22.11.2017 um 08:29:04

Geschichtsstreifzug bei Altmeisterfeier

Mit dem Diamantenen Meisterbrief wurden Müllermeister Karl-Heinz Mansfeld (l.), Bäckermeister Willi Arendt und Fleischermeister Arno Zander geehrt. Der Goldene Meisterbrief ging an Konditormeister Willi Arendt, Stellmachermeister Egon Schönemann, Maurermeister Heinz Gawehn (2. v. l.) und Installateurmeister Lothar Salanda (2. v. r.). Jürgen Piegsa (4. v. r.) erhielt das Ehrenkreuz der Kreishandwerkerschaft. Zur traditionellen Altmeisterfeier hatten Kreishandwerksmeister Karl Krökel (3. v. l.), Tobias Buro (3. v. r.), Obermeister der Elektroinnung und Klaus-Lothar Bebber (r.), Obermeister der Kfz-Innung, eingeladen. Mit dem Diamantenen Meisterbrief wurden Müllermeister Karl-Heinz Mansfeld (l.), Bäckermeister Willi Arendt und Fleischermeister Arno Zander geehrt. Der Goldene Meisterbrief ging an Konditormeister Willi Arendt, Stellmachermeister Egon Schönemann, Maurermeister Heinz Gawehn (2. v. l.) und Installateurmeister Lothar Salanda (2. v. r.). Jürgen Piegsa (4. v. r.) erhielt das Ehrenkreuz der Kreishandwerkerschaft. Zur traditionellen Altmeisterfeier hatten Kreishandwerksmeister Karl Krökel (3. v. l.), Tobias Buro (3. v. r.), Obermeister der Elektroinnung und Klaus-Lothar Bebber (r.), Obermeister der Kfz-Innung, eingeladen.
Foto: Thomas Ruttke
Am 16. No­­vember fand im Krötenhof die traditionelle Altmeisterfeier statt.

Dessau (red). In diesem Jahr standen bei den Gold- und Diamantmeisterehrungen die Berufe Bäcker, Konditor, Müller, Maurer,  Installateur, Stellmacher und Fleischer im Mittelpunkt. Diese Handwerke hatten sich in Dessau bereits um 1540 in Innungen organisiert.

Kreishandwerksmeister Karl Krökel wagte einen kurzen Streifzug in die Geschichte der Innungen und zog Parallelen für die heutige Zeit. „Die 1869 erlassene Gewerbeordnung mit ihrem Grundsatz der Gewerbefreiheit führte zum Zusammenbruch des alten Innungswesens. Sie gingen aber damals nicht unter. Das Handwerk musste zur Selbsthilfe greifen, es entstanden in Dessau 17 freie Innungen. Wir sind heute in einigen Fragen an einen Punkt angelangt, wo wir wie unsere Vorfahren 1869 wieder stärker zur Selbsthilfe greifen müssen.“

Karl Krökel ging auf Fragen der Fachkräftesicherung im Handwerk ein und kam zu der Schlussfolgerung: „Das deutsche Handwerk ist wie das deutsche Bier: es hat Weltruf, doch dieses Image nach innen, für die eigenen Zwecke der Nachwuchsgewinnung zu nutzen, fällt uns offenbar schwer. Handwerker haben nach wie vor ein gutes Ansehen, noch vor Universitätsprofessoren, aber immer weniger wollen es selber werden. Sie sehen den goldenen Boden nicht mehr, sondern nur noch die schmutzigen Hände und das frühe Aufstehen.“

Wie schon zum Tag des Handwerks vor acht Wochen ging Karl Krökel auf die Vergabe öffentlicher Aufträge der Stadt Dessau-Roßlau ein: „Wenn zum großen Teil öffentliche Aufträgen an andere Bundesländer gehen, dann leisten wir mit unserem Geld aktive Wirtschaftsförderung für Sachsen oder Bayern. Und wir helfen denen, dass dort neue Arbeitsplätze entstehen, junge Leute sich dort ansiedeln und Familien gründen und mit der steigenden Wirtschaftskraft andere Bereiche wie Kultur und Infrastruktur sich dort und nicht bei uns entwickeln. Wir müssen die Vergabe öffentlicher Aufträge als Instrument der Wirtschaftsförderung begreifen und danach handeln. Wohlwollendes Nicken zu unseren Vorschlägen, die als Fünf-Punkte-Programm im Stadtrat beschlossen werden sollten, reicht uns nicht. Wo bleibt der seit 20 Jahren geforderte Vergabebericht, der das Vergabewesen der Stadt transparent darstellt?“

Zum Schluss äußerte sich Krökel zur Entwicklung des Be­­rufsschulzentrums zu ei­­nem regionalen Kompetenzzentrum für berufliche Bildung ein: „Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg mit den doppelten Bevölkerungs- und Schülerzahlen brauchen sich nur zurücklehnen. Wir müssen in diesem Prozess vorangehen mit eigenen Konzepten, innovativen Ideen und deren Umsetzung. Nicht einmal der Ausbildungsverbund klappt mehr, indem Anhalt-Bitterfeld aussteigt. Die lachenden Dritten werden Halle und Magdeburg sein.“       

 

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