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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 05.10.2017 um 11:31:33

Tierhalter und Wolfsschützer arbeiten zusammen

An der Elbe bei Aken werden Mutterkühe seit kurzem von Pyrenäen-Berghunden und einem speziellen Zaunsystem gegen Angriffe von Wölfen geschützt. An der Elbe bei Aken werden Mutterkühe seit kurzem von Pyrenäen-Berghunden und einem speziellen Zaunsystem gegen Angriffe von Wölfen geschützt.
Foto: Christian Emmerich Galerie (1 Bild)
Am Dienstag wird in Kühren ein beispielhaftes Herdenschutzprojekt vorgestellt.

Region (red). Tierhalter Swen Keller und Wolfsschützer Christian Emmerich gehen einen gemeinsamen Weg, um Nutztiere vor dem Wolf zu schützen. Seit April 2017 arbeiten beide an einem Herdenschutzprojekt für Mutterkühe. Während Keller seinen Sachverstand für Hunde und Viehhaltung einbringt, kümmert sich Emmerich, um den technischen Herdenschutz und die fachliche Beratung rund um den Wolf.

Im März 2017 kam es zu einem Wolfsübergriff auf die Mutterkuhherde von Swen Keller. Dieser Vorfall führte beide zusammen. Der eine wollte seine Tiere effektiv schützen, der andere wollte mit seiner Erfahrung im Herdenschutz effektiv helfen. Mittlerweile findet das Projekt schon großes Interesse, vor allem bei Rinderhaltern. Obgleich es öffentlich noch gar nicht vorgestellt wurde. Wöchentlich sind Interessierte aus allen Teilen Sachsen-Anhalts und Brandenburg vor Ort, um sich zu Informieren.

Am 10. Oktober ab 16 Uhr ist eine Veranstaltung für alle interessierten Nutztierhalter in Aken (OT Kühren, Dorfscheune, Dorfstraße 41) geplant, in der das Projekt vorgestellt wird. Es werden verschiedene technische Möglichkeiten des Herdenschutzes gezeigt. Unter anderem auch das mobile Zaun-Schnellbausystem, mit dem das Projekt arbeitet. Es erlaubt schnell und effektiv, große Flächen wolfsabweisend einzuzäunen.

Außerdem kann man verschiedene Herdenschutzhunde bei der Arbeit beobachten und sich über den Einsatz von Herdenschutzhunden informieren.

Neben Swen Keller und Christian Emmerich stehen auch Mitarbeiter des Wolfskompetenz-Zentrums Iden und Projektpartner vom WWF an diesem Tag für Fragen zum Herdenschutz und dessen Förderung zur Verfügung.

 

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