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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 19.09.2017 um 08:14:39

Toleranz-Kampagne geht in Dessau-Roßlau auf die Zielgerade

In der Bibliothek des Liborius-Gymnasiums wurden auch die neuen Postkartenmotive der Kampagne vorgestellt. Von links: Ralf Zaizek, Steffen Andersch, Ivo Förster, Bernd Krüger, Uwe Schmitter und Dietrich Bungeroth. In der Bibliothek des Liborius-Gymnasiums wurden auch die neuen Postkartenmotive der Kampagne vorgestellt. Von links: Ralf Zaizek, Steffen Andersch, Ivo Förster, Bernd Krüger, Uwe Schmitter und Dietrich Bungeroth.
Foto: Anke Katte Galerie (1 Bild)
„In was für einer Stadt wollen wir leben?“

Dessau (ak).
Seit Oktober 2016 läuft in Dessau-Roßlau eine Postkarten- und Onlinekampagne, in der das Netzwerk „Gelebte Demokratie“ die Bürgerschaft nach ihrer Meinung zum Thema Toleranz fragt.

Schüler und Lehrer des Liborius-Gymnasiums haben sich dabei besonders ins Zeug gelegt. Sie übergaben am 12. September den Netzwerkern eine Box mit 143 ausgefüllten Postkarten zum Thema Toleranz.

Warum war es dem Gymnasium wichtig, an dieser Aktion teilzunehmen? Bernd Krüger, pädagogischer Leiter: „Weil wir uns als Schule so begreifen, dass wir unseren Schülern Demokratie vermitteln und das nicht nur in der Theorie, sondern auch praktisch, wie zum Beispiel durch die Juniorwahl, der Protestaktion gegen Sparmaßnahmen am Theater oder eben diese Aktion.“
Natürlich war das Ganze freiwillig und ohne Druck, betont Krüger. Diese Aussage unterstreicht auch Ivo Förster, stellvertretender Schülersprecher. „Wir haben die Aktion vorgestellt bekommen und dann darüber diskutiert. Es gab auch Skepsis, weil politische Diskussionen an der Schule nicht thematisiert werden sollten, aber es geht ja grundsätzlich um das Demokratieverständnis und nicht um eine politische Richtung.“

Die Aktion war dann ein richtiger Selbstläufer. Die Postkarten lagen bereit und wurden immerhin von jedem vierten Schüler und Lehrer „ganz old school“ mit Stift ausgefüllt und in die Box getan.
„Bisher haben wir bei den Postkarten insgesamt über 800 Rückläufe“, bilanziert Uwe Schmitter vom Netzwerk „Gelebte Demokratie“.
„Dabei müssen wir feststellen, dass die Postkartenaktion erstaunlicherweise besser läuft als die Onlinekampagne.“ Die gelben Toleranzboxen stehen an 24 Standorten, u. a. im Theater, in der Stadtsparkasse , im Bürgerbüro, in der Landesbücherei und im Klinikum. Online kann man unter charta-der-toleranz-de. sein Verständnis von Toleranz darlegen.

Die gesammelten Botschaften zum Thema Toleranz  sollen in eine „Charta der Toleranz“ einfließen. Zur Auswertung der Kampagne, die noch bis zum Jahresende läuft, holen sich die Organisatoren externe Profis ins Boot. Mit Unterstützung der Martin-Luther-Universität soll das Material wissenschaftlich ausgewertet und für die Formulierung der Charta aufbereitet werden. Dazu findet am 29. September in der Marienkirche ein Workshop statt, in der die Methoden der Auswertung vorgestellt werden.
Zum Endspurt der Kampagne gibt es Postkarten mit neuen Motiven. Ralf Zaizek vom Netzwerk: „Damit wollen wir noch mehr Schwung und etwas Provokation in die Sache bringen.“ Die Motive zeigen das Gegensätzliche und wollen die Debatte über Toleranz weit über die Flüchtlingsthematik hinaustragen. Es geht auch um Mobbing, dick oder dünn, jung oder alt, krank oder gesund...

Hintergrund

Die Kampagne „Toleranz bedeutet für mich...?“ wird von zahlreichen Kooperationspartnern, u. a. der Stadt-sparkasse, dem Anhaltischen Theater, dem Städtischen Klinikum, der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft mbH und vielen Vereinen, Bildungseinrichtungen und demokratischen Parteien aktiv unterstützt. Die gesammelten Meinungsbilder fließen in eine „Charta der Toleranz“ für Dessau-Roßlau ein. Diese soll im kommenden Jahr dem Stadtrat vorgelegt, nach Möglichkeit in ein kommunales Entwicklungskonzept einfließen und von vielen Bürgern der Stadt unterschrieben werden.
 

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