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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 24.03.2017 um 08:24:18

In Dessau werden neue Stolpersteine verlegt

Stolpersteine in Roßlau. Stolpersteine in Roßlau.
Foto: Anke Katte
Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegt in Dessau neue Stolpersteine.

Dessau (red). „Stolpersteine“ sind im Gehweg verlegte Pflastersteine mit beschrifteten Messingplatten, die an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Zeugen Jehovas, Homosexuellen und behinderten Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.

2007 fasste der Dessau-Roßlauer Stadtrat den Beschluss zur Beteiligung an dieser europaweiten Aktion des Künstlers Gunter Demnig. 2008 verlegte er die ersten Stolpersteine in Dessau-Roßlau - an den Orten, wo die Opfer der nationalsozialistischen Ideologie als deutsche Bürgerinnen und Bürger lebten, bis sie von dem NS-Regime ausgegrenzt, entrechtet, vertrieben, in Konzentrationslager verschleppt und schließlich ermordet wurden.

Nachdem nun neue Erkenntnisse über weitere Opfer vorlagen, verlegt Gunter Demnig am Sonntag sieben neue Stolpersteine in der Dessauer Innenstadt.
Am 28. März werden die neuen Stolpersteine an die Öffentlichkeit übergeben, an jedem der fünf Orte mit einem Gedenken der Opfer.
Die „Werkstatt Gedenkkultur in Dessau-Roßlau“ lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, daran teilzunehmen.
Das Gedenken am 28. März beginnt 13.30 Uhr in Dessau Mendelssohnstraße 14, wo ein Stolperstein an Thekla Abel erinnern wird.
Es wird fortgesetzt in der Körnerstraße 8. Dem dort bereits verlegten Stolperstein werden zwei weitere für die Familie Lipsky zugefügt.
Daran  schließt sich ein Gedenken in der Hans-Heinen-Straße 6 an, wo neben dem Stolperstein für Henriette Groß ein neuer Stein an Rudolf Krotoschin erinnert.

Um 15 Uhr beginnt das Gedenken für Dr. Georg Steinthal und Gertrud Stern vor dem Haus in der Erdmannsdorffstraße 14.
In der Quellendorfer Straße (ehemals Nr. 45) wird 16 Uhr an Elias Hartbrodt erinnert.

Die ausführlichen Biografien dieser Personen enthält das neue Heft „Opfer des NS-Terrors in Dessau-Roßlau – Stolpersteine Gedenkweg Dessau-Mitte“, das kürzlich erschienen ist. Es ist kostenfrei erhältlich u.a. in der Tourist-Information, in den Bibliotheken in Dessau und Roßlau, im Museum für Stadtgeschichte, im Stadtarchiv, in den Kirchen und im K.I.E.Z. e.V.
Schülerinnen und Schüler von Dessau-Roßlauer Schulen aller Sekundarschulen und Gymnasien in Dessau-Roßlau haben seit 2008 an der Gestaltung des Gedenkens aktiv mitgewirkt. Auch in diesem Jahr gestalten vier Schülergruppen das Gedenken mit. Gäste unter anderem aus Berlin und Magdeburg werden erwartet. Viele Partner und Institutionen in Dessau-Roßlau unterstützen das Projekt.

Besonderer Dank gilt den vielen Paten, die mit ihrer Spende nun 102 Stolpersteine für Dessau-Roßlau ermöglichten.

 

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