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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 13.01.2016 um 08:04:20

Pflege- und Gastfamilien dringend gesucht

Die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, Cornelia Schlüter (l.) und Karin Gödicke, stehen gern für ein unverbindliches Informationsgespräch bereit. Die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, Cornelia Schlüter (l.) und Karin Gödicke, stehen gern für ein unverbindliches Informationsgespräch bereit.
Foto: Anke Katte
Cornelia Schlüter und Karin Gödicke geben Auskunft, welche Voraussetzungen Pflegefamilien  mitbringen sollten.

Dessau (ak). Das Jugendamt der Stadt Dessau-Roßlau sucht dringend Pflege- und Gastfamilien, die Kinder oder Jugendliche für kurze oder längere Zeit bei sich aufnehmen möchten.

Zurzeit leben in der Doppelstadt 61 Kinder und Jugendliche in 42 Pflegefamilien, teilten Karin Gödicke und Cornelia Schlüter vom Jugendamt in einem Pressegespräch mit. Bei der Suche nach geeigneten Vollzeit- bzw. Bereitschaftspflegestellen sind die Mitarbeiterinnen des Bereiches Pflegekinderdienst und Adoptionsvermittlung schon unkonventionelle Wege gegangen. „Wir haben sogar schon selbst Flyer verteilt und sind von Haus zu Haus gegangen“, erzählt Karin Gö­­dicke.
Da man jetzt aber auch für den Fall, dass minderjährige Flüchtlinge allein hier ankommen sollten, gerüstet sein will, ging das Amt jetzt in die Offensive.

Die Gründe, warum Minderjährige nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, sind vielschichtig. Wenn durch unterstützende Hilfen die Erziehungsverantwortung der Eltern nicht sichergestellt werden kann, muss für Kinder bzw. junge Heranwachsende ein anderer Ort gesucht werden, an dem sie wohlbehütet leben können. „Die Vermittlung in eine belastbare, einfühlsame und lebenslustige Pflegefamilie ist dabei immer die erste Wahl“, so Cornelia Schlüter. „Dafür brauchen wir geeignete Pflege- und Gastfamilien, die sowohl für die Bereitschaftspflege in Not- oder Konfliktsituationen zeitweise bereitstehen als auch für die Dauerpflege, die in der Regel bis zum 18. Lebensjahr des Kindes andauert.

Auch kinderlose Paare oder Alleinstehende mit Erziehungserfahrung kommen als Betreuer infrage. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Gerade ältere Menschen, die fest im Leben stehen, sind für die jungen Menschen oft wichtige Partner sein. Als Faustregel gilt: Wenn das Kind das 18. Lebensjahr erreicht hat, sollte sein Betreuer nicht älter als 63 sein.

Gesucht werden auch Familien, Lebensgemeinschaften oder Einzelpersonen mit Migrationshintergrund, die bereit wären, einen jungen unbegleiteten Flüchtling aufzunehmen. Sie sollten offen für andere Kulturen, Religionen, Sitten und Gebräuche sein. Englisch- oder Französischkenntnisse wären von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.

Wer ein oder zwei Pflegekinder aufnehmen möchte, muss mindestens 25 Jahre alt sein, ein ärztliches Attest für den Gesundheitszustand nachweisen und ein erweitertes Führungszeugnis anfordern.

Pflegegeld und Begleitung

Für die Wahrnehmung dieser verantwortungsvollen Aufgabe bietet das Jugendamt:
- altersentsprechendes mo­­natliches Pflegegeld (z. B. wird zurzeit für die Aufnahme eines zwölf- bis 18-jährigen Minderjährigen ein Betrag von 801 Euro, davon 601 Euro für Unterkunft, Kleidung und Verpflegung sowie 207 Euro für den erzieherischen Aufwand gezahlt)
- einmalige Beihilfen und Zuschüsse (z. B. zur Erstausstattung in Höhe bis zu 800 Euro)
- Zuschüsse zur Altersversorgung und Unfallversicherung für Pflegepersonen
- Begleitung bei Kontakt­­anbahnung und Eingewöhnung
- Betreuung und Beratung während des gesamten Pflegeverhältnisses
- Austausch mit anderen Pflegefamilien

Für ein unverbindliches Informationsgespräch stehen Cornelia Schlüter und Karin Gödicke gern bereit.

Interessierte wenden sich an:

Frau Schlüter, Tel. 0340 204-2086, E-Mail: Cornelia.Schlueter@dessau-rosslau.de
Frau Gödicke, Te. 0340 204-2281, E-Mail: Karin.Goedicke@dessau.rosslau.de

 

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