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Supersonntag > Dessau-Roßlau > Edith Schulze - eine der ersten Architektinnen >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 22.07.2015 um 08:22:23

Edith Schulze - eine der ersten Architektinnen

Klemens Koschig, ehemaliger Oberbürgermeister und profunder Geschichtskenner, blickte auf das Wirken der jungen Architektin Edith Schulze in Dessau zurück. Klemens Koschig, ehemaliger Oberbürgermeister und profunder Geschichtskenner, blickte auf das Wirken der jungen Architektin Edith Schulze in Dessau zurück.
Foto: Anke Katte Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Dessau (ak). Ein besonderes architektonisches Kleinod in Dessau wurde dank einer privaten Anschubfinanzierung vor dem Vergessen und dem Verfall gerettet.

Nur wenigen war bislang die Bedeutung und die Herkunft des unter Denkmalschutz stehenden Portalkolumbariums auf dem Friedhof I an der Ballenstedter Straße in Dessau bekannt. Entworfen wurde es in den 1920er Jahren von Edith Schulze (1896 - 1984), einer der ersten Architektinnen, die sich zu der damaligen Zeit in der Männerdomäne erfolgreich behaupten konnten.
Sie war die erste Frau, die an der Technischen Hochschule Braunschweig zum Architekturstudium zugelassen wurde, wo sie ihr Diplom ablegte. In ihrer ersten Anstellung bei der Siedlungsgesellschaft Dessau Stadt und Land zeichnete Edith Schulze u. a. für den Entwurf des Achtecks und des Giebelweges  in der Siedlung „Hohe Lache“ mitverantwortlich.

Die Umgestaltung des Friedhofes an der Ballenstedter Straße war ein weiterer wichtiger Auftrag. Ausgerechnet hier lernte die junge Architektin ihren späteren Ehemann kennen. „Meine Mutter hat den Auftrag in einer Zeit bekommen, die für sie denkbar schwer war. Gerade erst hatte sie die traurige Nachricht erreicht, dass ihr Verlobter im Krieg gefallen war. Auf dem Weg zum Friedhof stieß sie mit dem Fahrrad mit einem unaufmerksamen jungen Mann zusammen, be­­schimpfte ihn zunächst heftig, und später war er mein Vater“, erzählt Dore Dinkelmann-Möhring über die besondere Bedeutung dieses Ortes für ihre Familie.

Nun verheiratet und als Stadtbaurätin tätig, setzte sich Edith Dinkelmann u. a. für den Wiederaufbau der Buden am Großen Markt ein.   Nachdem sich die politischen Verhältnisse geändert hatten und die Sprengung des Stadtschlosses nicht mehr aufzuhalten war, kündigte sie ihren Dienst bei der Stadt auf und verließ Dessau. In Baden-Würtemberg baute sie sich eine neue Existenz auf.
Seit 12. Juni hat nun ihre geliebte und mit Dessau so verbundenen Mutter hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ihre Urne wurde in dem von ihr einst entworfenen und so symbolträchtigen Kolumbarium beigesetzt.  Dass das markante Bauwerk, das aus drei Teilen besteht (zwei parallel zueinander stehende Urnenwände und ein pyramidenförmiges Monument) jetzt umfassend restauriert werden konnte, ist nicht zuletzt der Initiative von Dore Dinkelmann-Möhring zu verdanken.

Worte des Dankes richteten im Rahmen einer Feierstunde zur Wiedereinweihung der Urnenbegräbnisstätte der ehemalige Oberbürgermeister und profunde Geschichtskenner Klemens Koschig und der Leiter des Stadtarchivs Dr. Frank Kreißler an die Spenderin. Propst Dr. Gerhard Nachtwei übernahm den liturgischen Teil und segnete die Ruhestätte.

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