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Thomas Weißenborn Thomas Weißenborn
aktualisiert am 13.05.2019 um 13:31:38

Friedensengel 2019

Dr. Thomas Baum, Silvia Zöller vom Verein „Wir helfen“ und Michael Marquardt (von links)wurden mit dem Preis „Friedensengel 2019“ ausgezeichnet. Dr. Thomas Baum, Silvia Zöller vom Verein „Wir helfen“ und Michael Marquardt (von links)wurden mit dem Preis „Friedensengel 2019“ ausgezeichnet.
Foto: Thomas Weißenborn Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg vergab erstmals „Friedensengel“

Der Frieden ist etwas, was nie von selber kommt!“

Preis für Menschen und Organisationen, die sich für Frieden und Grechtigkeit einsetzen.
Bernburg (red). Die Idee, bei der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg einen „Friedensengel“ zu vergeben, ergab sich aus einem Weihnachtsbrief im Jahr 2017, erläuterte Vorstandsvorsitzender Klaus Roth. Ziel für das neue Jahr 2018 sollte seinerzeit laut Brief sein: „Frieden schaffen!“. Die Stiftung bemühe sich seit ihrer Gründung im Jahr 1863 um Frieden und Völkerverständigung, so Klaus Roth. Nicht nur im globalen Sinn, sondern auch um Frieden in Familien und auch darum, Partnerschaften zu schaffen. Deshalb sei man auf die Idee gekommen, Menschen auszuzeichnen, „die genau so ticken wie wir“, sagte Klaus Roth. Zur Preisverleihung im altehrwürdigen Saal der Freimaurerloge in der Großen Einsiedelsgasse hatte er sich einen prominenten Gast nach Bernburg eingeladen. Bundesjustizministerin Katarina Barley war nach Bernburg gekommen, um ein paar Grußworte an die Gäste zu richten. Katarina Barley bezeichnet sich selbst als überzeugte Europäerin. Ihr Vater ist Brite, ihre Mutter Deutsche. Sie selbst wohnt in Tier, in Deutschland, unweit vom Luxemburg, Belgien und Frankreich. Der Frieden sei ein unglaublich hohes Gut, sagte sie. Diese Erfahrung habe sie erst neulich wieder in Nordirland gemacht, wo der Frieden gerade mal 20 Jahre alt sei. Die Erlebnisse des schrecklichem Bürgerkrieges seien noch in den Köpfen vieler Menschen, erzählte sie. „Frieden ist etwas, was nie von selber kommt! Frieden ist unglaublich zerbrechlich!“, mahnte Katarina Barley. Eine friedliche Entwicklung beginne mit Zusammenhalt, sagte sie. Politisch und gesellschaftlich. Wir brauchen Kooperation, Solidarität, gegenseitiges Verständnis, Nächstenliebe und Respekt vor dem anderen, ergänzte sie. Deshalb bewundere sie auch solche Menschen, sie sich selbstlos und ehrenamtlich engagieren und etwas tun, ohne zu wissen, „ob etwas zurückkommt“. Solche Menschen, die an diesem Tag mit dem „Friedensengel“ geehrt werden. In der Kategorie „Beispielhafte Initiative“ wurde der Magdeburger Michael Marquardt augezeichnet, der sich seit den 90er Jahren für Völkerverständigung und Integration einsetzt. Er hat die Auslandgesellschaft mit gegründet, hat die Eurocamps mit ins Leben gerufen, fördert die Zusammenarbeit europäischer Jugendlicher und die interkulturelle Arbeit und arbeitet mit am runden Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit. Er habe ein großes Herz am rechten Fleck, sagte Laudatorin, Landessozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Den „Friedensengel“ in der Kategorie „Öffentliches Wirken“ erhielt der Verein „Wir helfen e.V.“. Die Vereinsmitglieder setzen sich in verschiedenen Projekten für sozial benachteiligte Kinder ein, die auch in einem Land wie Deutschland durch das soziale Raster fallen können, sagte Landesbildungsminister Marco Tullner (CDU) in seiner Laudatio. Mit dem „Friedensengel 2019“ in der Kategorie „Der unbekannte Friedensengel“ wurde Dr. Thomas Baum aus Biendorf ausgezeichnet. Der Zahnarzt, der in Baalberge seine Praxis hat, ist seit über zehn Jahren immer wieder weltweit unterwegs, um zahnmedizinische Nothilfe in einigen der ärmsten Regionen unserer Welt zu leisten. Dafür opfert er jede Menge private Zeit und auch Geld. Gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Mathys war er bereits in Kenia, Nepal und Sambia unterwegs, um Menschen in Regionen zahnmedizinische Hilfe zu bringen, die zum Teil noch nie in ihrem Leben einen Zahnarzt gesehen haben. Doch Thomas Baum hat nicht nur die kurzfristige Linderung von Schmerzen im Sinn. Sein Anliegen ist es, nachhaltige medizinische Strukturen in völlig unterversorgten ländlichen Regionen, wie zum Beispiel in Sambia, aufzubauen. Mit seiner Arbeit leistet er praktisch Hilfe zur Selbsthilfe, indem er sich vor Ort darum kümmert, für die Menschen medizinische Anlaufpunkte zu schaffen. Vor jeder seiner Reisen sammelt Thomas Baum deswegen Spenden, um solche Stationen vor Ort mit dem Notwendigsten ausstatten zu können. Die 5.000 Euro, mit denen der Preis des „Friedensengels“ dotiert ist, fließen deshalb gleich in das nächste Projekt. Außerdem möchte er die Menschen darüber aufklären, wie wichtig die Prophylaxe ist. Zahnbürsten gehören deswegen auch immer mit zu seinem Gepäck. Thomas Baum bedankte sich bei den Initiatoren des Preises für die Verleihung, mit der er nie gerechnet habe, gab er zu. „Ich fahre doch nur um die Welt und ziehe ein paar Zähne“, sagte er ganz bescheiden. Außerdem bedankte er sich bei seiner Frau und seinen Eltern, ohne deren Unterstützung die vielen Projekte niemals realisierbar sein würden.

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