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Supersonntag > Bernburg > Theater-Kritik: Jesus Christ Superstar - Domplatz Open Air Magdeburg >
Stefan Westphal Stefan Westphal
aktualisiert am 27.06.2018 um 16:48:54

Theater-Kritik: Jesus Christ Superstar - Domplatz Open Air Magdeburg


Foto: Nilz Böhme/Torsten Waschinski
Ticket-Verlosung am Ende des Artikels

Magdeburg (sbw).
Noch bis zum 8. Juli läuft die Rock-Oper „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber auf dem Domplatz in Magdeburg. Für den Wochenspiegel hat sich Schauspieler Hans-Jürgen Müller-Hohensee, der über 150 Rollen am Anhaltischen Theater in Dessau verkörperte, das Stück angesehen und bewertet.

 

Darsteller: Von den Hauptdarstellern waren Tobias Bieri als Jesus und Julia Gámez Martin als Maria Magdalena ohne Abstriche Spitzenklasse. Timothy Roller als Judas war gesanglich perfekt, jedoch war die Rolle zu sehr als „Bilderbuchbösewicht“ angelegt. Das geht bei Judas vielschichtiger. Auch die Nebenrollen waren perfekt besetzt – insbesondere Martin Mulders als herrlich exzentrisch-bösartiger Annas, Paul Kribbe als selbstverliebt-schriller König Herodes (in bester Elvis-Manier) und der bis ins Mark durchdringende Bass von Bartek Bukowski als Kaiphas sind hier hervorzuheben.
 
Ausstattung: Die Kostüme waren nicht Müller-Hohensees Fall. „Aber das ist Geschmackssache“, ergänzt er. Die Bühne ist toll, jedoch wurde das eingelassene „Wasserbecken“ überstrapaziert. „Wenn sich da gefühlt 30 Mal jemand die Hände drin wäscht, nutzt sich der Effekt ab. Da ist weniger mehr. Die beste Wirkung erzielte die Szene, als Annas Judas‘ Lohn für den Verrat ins Wasser fallen ließ“, findet der ehemalige Schauspieler.
 
Regie: Sebastian Ritschel hat das Stück gut inszeniert und auch den Chor und die Tänzer toll integriert. Viele Szenen sind auf den Punkt. Jedoch gibt es für Müller-Hohensee auch einen Kritikpunkt: „Nur weil ich eine große Bühne habe, müssen sich Darsteller und Ensemble nicht dauernd bewegen. Warum rennt Maria Magdalena bei ‚Wie soll ich ihn nur lieben‘ einmal diagonal über die Bühne und zurück, um dann am selben Punkt zu landen, wo sie gestartet ist? Das erschließt sich mir nicht. Die Darsteller bekommen ja kein Kilometergeld. Am besten wirkten die ruhigen Szenen, wo auch einfach mal nur gestanden wurde.“
 
Musik: „Die Deutschen haben die Angewohnheit bei amerikanischen Musicals komplett den Schmiss rauszunehmen, alles klingt dann nach weichgespülter Dampferband. Das war hier zum Glück nicht der Fall“, erklärt Müller-Hohensee. Die Philharmonie hat das Stück perfekt zum Klingen gebracht. Gesanglich haben alle Darsteller hervorragende Leistungen abgeliefert.

Ballett & Chor: Sowohl die Tänzer als auch die Sänger geben dem Stück den letzten Schliff. Sie wirken nicht aufgesetzt oder als Fremdkörper, sondern sind jederzeit sehr gut in die Geschehnisse integriert und fügen sich in das Bühnenbild ein. Was der Opernchor leistet, auch tänzerisch, sieht man nicht oft in dieser Qualität
 
Fazit: Mit „Jesus Christ Superstar“ hat das Theater Magdeburg insgesamt ein tolles „Domplatz Open Air“ inszeniert. Das Stück ist in sich stimmig und rund.

8,5 von 10 Punkten.
 
 
Verlosung:

Für die Abschlussveranstaltung am 8. Juli, 21 Uhr verlost der Wochenspiegel einmal zwei Freikarten. Einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Jesus" sowie mit Name, Adresse und Telefonnummer an gewinnspiele@wochenspiegel-halle.de  senden. Die Gewinner erhalten die ihre Preise per Post. Bitte Hinweise für Gewinnspiele im Impressum beachten.

Die Teilnahme ist bis zum 28. Juni möglich.

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