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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:06:29

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: So kommen Sie gesund durch die Erkältungssaison

Apothekerin Sabine Schank (re.) und ihre Mitarbeiterin Constanze Herzig beim Sortieren von Erkältungspräparaten. Apothekerin Sabine Schank (re.) und ihre Mitarbeiterin Constanze Herzig beim Sortieren von Erkältungspräparaten.
Foto: Martin Schumann
Fachapothekerin Sabine Schank gibt Tipps für die kalte Jahreszeit.

Zeitz (ms).
Seitdem der Sommer mit einem Schlag „ausgeknipst“ wurde, machen sich Husten, Schnupfen und Heiserkeit wieder bemerkbar. Bereits Anfang Oktober, und damit viel früher als im letzten Jahr, registrierte Sabine Schank eine Zunahme der Erkältungskrankheiten. Die Fachapothekerin für Offizinpharmazie betreibt die Pluspunkt-Apotheke am Roßmarkt in Zeitz und hat täglich Kontakt zu Menschen, die es „kalt erwischt hat“ - und sie weiß auch, wie man vorbeugt und kuriert.

Übergangszeit

„Bloß nicht zu nachlässig mit der Bekleidung sein“, rät Sabine Schank. „Gerade wenn man auf der Terrasse sitzt, vielleicht unter einem Heizpilz, ein Glas Wein trinkt und sich unterhält, merkt man gar nicht, wie man auskühlt.“ Neben der passenden Kleidung spielt natürlich auch die Ernährung eine Rolle. Vitamin C ist ein unverzichtbarer Bestandteil. Besonders viel davon steckt in Apfelsinen und Kiwis.

Und natürlich gelten die bekannten Hygiene-Regeln wie regelmäßiges Händewaschen ganz besonders in der Erkältungszeit.

Vitamin C und Bier

Oft kündigt der Körper mit Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein an, dass ein Infekt bevorsteht. „Wenn man merkt, es ist etwas im Anmarsch, sollte man ein heißes Bad nehmen und zeitig ins Bett gehen, viel Schlaf ist wichtig“, sagt Sabine Schank. Auch Kombipräparate, die Vitamin C und Zink enthalten, helfen in dieser Phase. Die kann man auch vorbeugend nehmen, wenn man viel mit Menschen, insbesondere mit Kranken zu tun hat. Älteren Leuten, deren Immunsystem nicht so stabil ist, empfiehlt die Apothekerin eine 30-Tage-Kur mit dem Präparat Orthomol Immun. „Damit kann man die Grundlage schaffen um den Wetterwechsel gut zu verkraften“, sagt sie.

Auch Menschen, die wissen, dass sie anfällig für Blasenentzündungen sind, können vorbeugen. „Viel trinken, aber säurehaltiges wie Wein vermeiden“, rät Sabine Schank. Ihr Geheimtipp: Alkoholfreies Bier. „Hopfen wirkt wie ein Beruhigungsmittel für die Blasenschleimhaut. Außerdem ist Bier eine gute Spültherapie und ist mal etwas anderes, wenn man Tee satt hat.“ Ebenfalls zu empfehlen sind Cranberries. Die kleinen Früchte bewirken, dass Bakterien in der Blasenschleimhaut keinen Halt finden. Kiloweise essen muss man sie dennoch nicht - es gibt den Wirkstoff auch konzentriert als Präparat in der Apotheke.

Und wenn es einen doch erwischt hat?

Und was ist zu tun, wenn man sich trotz aller vorbeugenden Maßnahmen dann doch einen Infekt eingefangen hat?

„Bei einer Erkältung gibt es meist den so genannten ‚Etagen-Effekt‘“, sagt Sabine Schank und erklärt: „Die Krankheit macht sich zunächst mit Kopfschmerzen, Druck auf den Stirnhöhlen und Fieber bemerkbar. Dann wandert sie ‚etagenweise‘ nach unten. Es kommt erst zu Schnupfen, dann zu Halsweh und dann legt sie sich auf die Bronchien.“

Der Kopf tut weh

In jedem dieser Stadien gibt es Mittel um der Erkältung zu begegnen. Ganz am Anfang empfiehlt Sabine Schank ein Kombipräparat aus Schmerzmittel und Vitamin C. Acetylsalicylsäure ist als Wirkstoff beispielsweise in ASS plus C oder Aspirin plus C enthalten. Aber Vorsicht: „Rund 30 Prozent der Menschen sind so genannte Non-Responder, sie sprechen auf diesen Wirkstoff nicht an“, erklärt sie. „Wenn Sie also merken, dass Aspirin bei Ihnen nicht anschlägt, dann lassen Sie sich in der Apotheke dazu beraten.“

Die Nase läuft

Geht die Erkältung schon eine „Etage“ tiefer und die Nase beginnt zu laufen, sind oft solche Präparate die richtige Wahl, die die Nasenschleimhäute verengen und abschwellen lassen. „Aspirin Komplex, Boxagrippal oder Gripphexal sind typische Medikamente“, zählt Sabine Schank auf. Aber auch bei diesen ist Vorsicht geboten: Durch ihre gefäßverengende Wirkung sind sie nicht in jedem Fall für Schlaganfallpatienten oder Menschen mit Bluthochdruck geeignet. „Das müssen wir Apotheker erfahren, da bauen wir auf die Ehrlichkeit unserer Kunden.“

Es kratzt im Hals

Wenn Halsschmerzen hinzukommen, weil man die bisherigen Symptome heldenhaft ausgehalten hat, sollte man diesen mit Lutschtabletten oder speziellen Sprays begegnen. Letztere sind bis zu sechsfach höher konzentriert als Präparate zum Gurgeln und helfen schnell und unkompliziert die Rachenmandeln zu desinfizieren.

Husten plagt

Atmet man Bakterien aus dem Rachenraum ein, können sie sich „eine Etage tiefer“ in der Lunge festsetzen und Probleme mit den Bronchien verursachen. Husten ist die Folge, zunächst als Reizhusten, später als so genannter produktiver Husten. Der Bronchialtrakt versucht dann mithilfe von Schleim, die Bakterien wieder loszuwerden.

Die Frage nach Hustenstiller oder Hustenlöser bringt Sabine Schank ganz einfach auf den Punkt: „Nachts möchte man ausreichend schlafen, da empfiehlt sich ein Hustenstiller. Tagsüber muss man aber der Lunge die Möglichkeit geben Bakterien und Schleim abzuhusten, also ist ein Hustenlöser das Mittel der Wahl.“ Ob ACC akut, Ambroxol oder pflanzliche Mittel wie Prospan (mit Efeu) und Bronchicum (mit Thymian) - die Bandbreite der Mittel, die die Mitarbeiter in der Apotheke anbieten, ist auch hier groß. Eines ist allen Mitteln gemeinsam: Man soll sie immer mit ausreichend viel Flüssigkeit zu sich nehmen damit sie ihre Wirkung voll entfalten können.

„Es hilft uns sehr, wenn die Leute zu uns kommen und gezielt sagen, was sie schon genommen haben, wie es gewirkt hat, oder wo sie noch unzufrieden sind“, sagt Sabine Schank. „Wir können zu 90 Prozent das richtige Mittel geben, brauchen aber Feedback.“

Doch wer nun glaubt, angesichts der ganzen Aufzählungen eine halbe Apotheke zuhause haben zu müssen, irrt. „Rechtzeitig vorbeugen, damit man robust ist und die Erkältung an einem vorbeizieht“, fasst Sabine Schank zusammen.

Ein Tipp für „danach“

Ist die Erkältung überstanden, sollte man auf jeden Fall die Bettwäsche wechseln und einen desinfizierenden Waschzusatz verwenden, außerdem gehört die Zahnbürste getauscht. Ein desinfizierendes Raumspray kann schon während der Krankheit zusätzlich zum regelmäßigen Lüften hilfreich sein.

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