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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 26.09.2014 um 15:54:57

Die Grippe ist wieder im Anmarsch: Ein Piks kann Leben retten

Damit es Ihnen nicht so geht wie diesem Herrn, ist eine Grippeschutzimpfung für bestimmte Risikogruppen empfehlenswert. Damit es Ihnen nicht so geht wie diesem Herrn, ist eine Grippeschutzimpfung für bestimmte Risikogruppen empfehlenswert.
Foto: Archiv/Agentur
Lassen Sie sich jetzt von Ihrem Hausarzt zur Grippe-schutzimpfung beraten!

Burgenlandkreis (ms).
Der Herbst ist da. Und das nasskalte Wetter hat jedes Jahr einige unliebsame Begleiter im Gepäck: Grippeviren machen uns das Leben schwer. Einigen Personengruppen wird daher ans Herz gelegt, sich rechtzeitig gegen die Influenza, so der medizinische Fachbegriff, impfen zu lassen.

Dr. Ina Schmidt ist die Amtsärztin des Burgenlandkreises, sie erklärt, wer zu einer Risikogruppe zählt: „Die Grippeschutzimpfung wird besonders Personen nahegelegt, welche beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, zum Beispiel medizinisches Personal, in Kindergärten und Schulen Tätige und Menschen die  in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten und solche, die selbst als mögliche Infektionsquelle für die von ihnen betreuten Personen fungieren können“, sagt Frau Dr. Schmidt. Weiterhin empfiehlt sie Impfungen für Menschen mit Vorerkrankungen, deren Körper ohnehin schon geschwächt ist.

Auch Menschen über 60 rät sie sich zu schützen, da im Alter die körpereigene Abwehr häufig eingeschränkt ist. Auch Schwangeren ab der 12. Woche sei eine Impfung angeraten, so die Amtsärztin weiter. Eine Impfung schützt dabei nicht nur die geimpfte Person, sondern auch Menschen in deren Umfeld, denn, so Dr. Schmidt: „Wer geimpft ist, kann die Grippe auch nicht übertragen. Je mehr Menschen geimpft sind, umso schwieriger wird es für das Virus sich zu verbreiten. Damit wird die Kette durchbrochen.“ Doch es gibt auch Gründe, sich nicht impfen zu lassen. „Über mögliche Gegenindikationen sollten Sie sich im Einzelfall beim Hausarzt informieren“, rät sie.

Der Impfstoff gegen die Influenza ist jedes Jahr ein anderer, denn das Grippevirus mutiert und bringt ständig neue Subtypen hervor. Die Impfung erfolgt immer mit einem Impfstoff mit aktueller von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Antigenkombination bestehend aus drei oder auch aus vier Komponenten. Für Kinder und Jugendliche steht ein Impfstoff als Nasenspray zur Verfügung. Dieser sollte bevorzugt für die Altersgruppe von zwei bis sechs Jahren angewendet werden, insofern keine Gegenindikationen bestehen.

Unterscheiden, so Frau Dr. Schmidt, müsse man jedoch deutlich zwischen der Grippe und einem grippalen Infekt, einer Erkältung also. „Das sind ganz andere Viren, dagegen schützt auch die Grippeimpfung nicht.“ Jedoch laufe eine solche Erkältung in jedem Fall glimpflicher ab als eine Grippe, bei der im Ernstfall Komplikationen bis hin zur Lungenentzündung möglich seien. „Für die Grippesaison 2012/13 fielen die Meldungen der Grippewelle fast vollständig in das Jahr 2013“, erklärt die Amtsärztin. „Im Jahr 2013 wurden dem Robert-Koch-Institut 74.859 Influenzafälle übermittelt. Die Altersgruppe der Kleinkinder, also im Krippen- und Kindergartenalter, war am häufigsten betroffen.

Schwere Verlaufsformen und Komplikationen können in jedem Lebensalter auftreten, betreffen jedoch vorwiegend ältere Menschen über 60 Jahre und solche mit chronischen Grunderkrankungen. 53 Prozent der Erkrankten, die Älter als 69 Jahre waren, mussten im Krankenhaus behandelt werden, während das bei den fünf- bis neunjährigen Kindern nur bei zehn Prozent notwendig war“, berichtet Dr. Schmidt.

Etwaige Nebenwirkungen, wie Unwohlsein oder eine leichte Erkältung nach der Impfung, sollten Menschen nicht davon abhalten sich impfen zu lassen. „Ein leichter Infekt zeigt, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt.“

Ob mit oder ohne Impfung - jeder könne dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus - das sich mittels Tröpfcheninfektion überträgt - zu verhindern. „Die Hände lieber einmal mehr waschen oder desinfizieren, in der Grippesaison auf Händeschütteln verzichten und auch nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge niesen“, zählt die Ärztin auf.

Auch mit einer gesunden Lebensweise, Sport, Obst und Gemüse kann man im Vorfeld viel für das Wohlbefinden und die körpereigenen Abwehrkräfte tun.

Übrigens: Die Grippeschutzimpfung ist eine Kassenleistung und damit völlig kostenlos.

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