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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 23.08.2013 um 12:56:23

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und was man dagegen tun kann: Bevor die „Pumpe“ nicht mehr richtig mitspielt...

Chefarzt Dr. Thilo Koch (li.) und Oberarzt Dipl.-med. Silvio Huth vor einer Schautafel des menschlichen Herzens. Chefarzt Dr. Thilo Koch (li.) und Oberarzt Dipl.-med. Silvio Huth vor einer Schautafel des menschlichen Herzens.
Foto: Martin Schumann
Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Herzinfarkt sind Volkskrankheiten.

Naumburg (ms).
Das Herz ist der Motor des Körpers, es pumpt das Blut durch den Kreislauf und sorgt so unter anderem dafür, dass alle Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt werden. Beeinträchtigungen im Herz-Kreislauf-System können daher lebensgefährlich sein. Gerade in den Industrieländern gehört beispielsweise der Herzinfarkt noch immer zu den häufigsten Todesursachen. Trotz rückläufiger Zahlen erlitten in Deutschland im Jahr 2011 mehr als 280.000 Menschen einen Myokardinfarkt, so der medizinische Fachbegriff, über 52.000 Betroffene starben.

Bei Engegefühl und Schmerzen in der Brust, teilweise in den linken Arm ausstrahlend, zum Teil auch Schwäche und Schweißausbrüchen ist daher Eile geboten. Je schneller ein Arzt das verschlossene Herzkranzgefäß wieder frei macht, umso größer sind die Chancen auf Heilung.

Bluthochdruck

Oftmals gibt es Vorerkrankungen oder Lebensweisen, die die Entstehung eines Infarktes begünstigen können. „Einer dieser Risikofaktoren ist zu hoher Blutdruck“, erklärt Dipl.-med. Silvio Huth. Er ist Internist, Kardiologe und Intensivmediziner sowie leitender Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin im Burgenland-Klinikum Naumburg. „Oftmals wird er jedoch nicht bemerkt“, so der Arzt. Er rät dazu, bei Arztbesuchen den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen, mittlerweile gebe es auch gute Messgeräte für den Hausgebrauch.

Eine erkennbare Ursache für Hypertonie, so der Fachbegriff, gebe es in 90 Prozent der Fälle nicht, erklärt Huth. Bei den anderen zehn Prozent kommen etwa eine Verengung der Nierenarterie oder hormonelle Ursachen in Betracht. Mit Medikamenten lässt sich hoher Blutdruck jedoch recht gut in den Griff bekommen. Bleibt er unerkannt und damit unbehandelt, können Folgeschäden auftreten. „Pumpt das Herz ständig gegen den erhöhten Widerstand an, kann es zu einer Herzleistungsschwäche oder Herzrhythmusstörungen kommen“, erklärt Silvio Huth. „Im Extremfall auch zum Schlaganfall oder Herzinfarkt.“

Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind eine andere weit verbreitete Erkrankung, die mit dem Herzen zusammenhängt. Sie treten oft - aber nicht nur - nach einem überlebten Infarkt auf. Die häufigste Form ist das Vorhofflimmern. Folgen von Rhythmusstörungen können Blutgerinnsel sein, die bis zum Schlaganfall führen können. Blutverdünnende Medikamente oder das Einsetzen von Defibrillatoren bzw. Herzschrittmachern sind hier die medizinischen Lösungsansätze.

Mit einer gesunden Lebensweise kann jeder selbst in gewissem Maß Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Jeder kann etwas tun

„Weniger Salz, eventuelles Übergewicht abbauen, das Rauchen aufgeben, Ausdauersport treiben“, zählt Dr. Thilo Koch auf. Der Internist und Gastroenterologe ist Chefarzt der Inneren Abteilung im Naumburger Klinikum. Dieses bietet beispielsweise mehrere Herz-Sportgruppen an. Unter ärztlicher Aufsicht können Patienten oder Angehörige einer Risikogruppe etwas für ihren Körper tun und das Risiko senken. „Erst wenn schon etwas passiert ist, fällt es vielen Patienten deutlich leichter, ihren Lebensstil zu ändern“, berichtet Dr. Thilo Koch. Besonders auf ihre Lebensweise achten sollten Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck, mit Übergewicht und mit Beeinträchtigungen im Fettstoffwechsel. „Trotz aller Möglichkeiten können wir nur Schadensbegrenzung betreiben“, mahnt Dr. Koch. „Ein hohes Maß an Eigenverantwortung ist wichtig.“

„Und auch wenn Helmut Schmidt schon sehr alt ist - Rauchern sollte er trotzdem kein Vorbild sein“, ergänzt Silvio Huth. Gegen ein Gläschen Wein hin und wieder sei hingegen nichts einzuwenden. Dass Alkohol in geringen Mengen Herz und Kreislauf stärkt, können die beiden Mediziner durchaus bestätigen.

Info Blutdruck

Der Blutdruck wird in mm Hg gemessen, zwei Zahlen kennzeichnen den systolischen (Maximaldruck) und den diastolischen (Herzfüllphase) Wert. Ein gesunder Blutdruck beträgt idealerweise 120/80. Ab 140/90 mm Hg spricht man international definiert von Bluthochdruck.

Info Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen können sich durch Unwohlsein und mangelnde Belastbarkeit bemerkbar machen. Mit steigendem Alter und nach einem Herzinfarkt erhöht sich das Risiko, Herzrhythmusstörungen zu bekommen. Um den Sinusknoten, den „Taktgeber“ des Herzens wieder in den Rhythmus zu bringen, kann z.B. ein Herzschrittmacher eingesetzt werden.

Info Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn die Herzkranzgefäße, die das Herz selbst mit Sauerstoff versorgen, verengen oder verstopfen. Teile des Herzmuskels können dadurch absterben. Bei Alarmsignalen wie Engegefühl, Schmerzen in der Brust, teilweise in den linken Arm ausstrahlend, allgemeinem Unwohlsein und Schweißausbrüchen ist daher sofort der Notarzt zu rufen.

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