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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 25.06.2018 um 16:30:33

Gesund auch im Urlaub: Gut ernährt - Expertenrat für erholsame freie Tage

Sabrina und Denis Liedke genießen den Urlaub - und ernähren sich dabei gesund. Sabrina und Denis Liedke genießen den Urlaub - und ernähren sich dabei gesund.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Tipps von Ernährungsmediziener Dr. Carl Meißner.

Region (sbw).
Egal ob auf dem Campingplatz an der Ostsee oder in fernen Ländern. Wer bei der Ernährung nicht aufpasst, kann sich die Ferien ganz schön vermiesen. Ernährungsexperte Dr. Carl Meißner hat einige Tipps.

Wer mit dem eigenen Auto oder dem Wohnmobil in den Urlaub reist, ist oft über Stunden unterwegs. Regelmäßige Pausen sind elementar für eine entspannte Reise. Insbesondere der Fahrer sollte dann jedoch nicht zu schwer essen, und statt der Currywurst an der Raststätte lieber zum Salat greifen. Ebenso auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten.

„Beim Campen oder Zelten greifen viele auf Fertigprodukte zurück. Dabei gibt es ein paar einfache Kniffe, mit denen man sich auch auf dem Campingplatz gut ernähren kann. Die Regeln helfen übrigens auch im normalen Leben bei einer gesunden Ernährungsweise und stammen aus der mediterranen Ernährung“, erklärt Meißner. So zum Beispiel statt Butter Pflanzenmargarine mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren verwenden, als Brotbelag eignet sich klein gehacktes Gemüse (z. B. Tomaten, Paprika, Gurken), mit Öl und Kräutern vermischt und abgeschmeckt, zur Geschmacksverfeinerung frische Kräuter und Gewürze verwenden und auf Salz und Pfeffer verzichten, gegrillte und gebackene Speisen frittierten Lebensmitteln vorziehen, ein bis zwei Portionen Seefisch pro Woche in den Speiseplan aufnehmen, Nudelgerichte mit verschiedenen Gemüsesorten einem Fleischgericht vorziehen und als Dessert oder auch zwischendurch Früchte anstelle von Kuchen und Eiscreme essen.

Zu guter Letzt: Zum Knabbern sind kleinere Mengen von Nüssen und Kernen zu empfehlen.

Bei Reisen ins Ausland kann sich das Ganze schon schwieriger gestalten. Meißner: „Die Hauptregel lautet hier ‚koch es, brat‘ es, schäl‘ es oder vergiss es‘. Es ist erstaunlich, etwa drei bis fünf Prozent aller deutschen Touristen kommen krank aus dem Urlaub zurück. Da sollte man auch einmal hinter die Kulissen schauen.“

Die Vorbereitung der Reise muss immer einen Besuch beim Arzt einschließen, der bezüglich Vorsichtsmaßnahmen wie Impfungen, Reiseapotheke und natürlich Hygienemaßnahmen beraten kann. In die Reiseapotheke gehören auf jeden Fall: Mittel gegen Durchfall und Verstopfung, Magenbeschwerden, Reisekrankheit und Sonnenbrand sowie ein Abwehrmittel gegen Mücken.

„Informieren Sie sich bitte am Urlaubsort über aktuelle Besonderheiten. Vorab können Recherchen im Internet oder Fragen beim Arzt über Außergewöhnliches informieren.“ Durchfall ist in vielen Ländern ein Thema, woran Urlauber erkranken. Die überaus lästigen Beeinträchtigungen dauern in der Regel zwischen 3 bis 5 Tage, in manchen Fällen bis zu mehreren Wochen. Klima, Temperaruten und Wasserqualitäten spielen hier eine große Rolle für Urlauber.

Im Urlaub gewöhnen Sie sich vorsichtig an das Klima und gehen Sie am Anfang nur kurz in die Sonne. Am Anfang ist ein Schattenplatz sowie das Tragen von Kopfbedeckung von Vorteil. Benutzen Sie Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor 50.

Ursache von Darmbeschwerden sind oft zu kalte Getränke oder verunreinigtes Trinkwasser.

In vielen Ländern ist die Trinkwasserqualität nicht der in Mitteleuropa vergleichbar. Zudem begünstigen die oftmals hohen Temperaturen das Wachstum von Mikroorganismen und damit leider auch von Krankheitserregern auf den Lebensmitteln.


Kurz und knapp:
 
  • Obst: Nur geschält genießen. Vorgeschnittenes (z. B. Obstsalat) und bereits abgepacktes Obst möglichst meiden.
  • Rohe Lebensmittel: wie z. B. Fleisch bitte meiden. Sie sollten nur in durchgebratenem oder gekochten Zustand verzehrt werden.
  • Fische: In den Tropen können bestimmte Fischarten, obwohl gegart, giftig sein. Deshalb keine selbst geangelten Fische ohne ausreichende Artenkenntnis verzehren.
  • Wasser: Nur abgekocht oder aus Flaschen mit Originalverschluss verwenden (auch beim der Zahnpflege). Wasser aus der Wasserleitung kann verunreinigt sein, deshalb Wasser immer kurz aufkochen und erst dann in abgekühltem Zustand genießen.
  • Getränke: Bitte nur aus versiegelten Flaschen oder Dosen bzw. erhitzte Getränke (z. B. Tee, Kaffee) trinken.
  • Eiswürfel: Grundsätzlich und immer verzichten, da hier der hygienische Standard nicht gesichert sein kann.
  • Kühlpflichtige Produkte: wie z. B. Milch, vorgepresste Säfte und vorgeschnittene Salate weitgehend meiden.
  • Tiefkühlprodukte: Meiden, da die Kühlkette unterbrochen gewesen sein kann.
  • Speiseeis: Nur industriell hergestelltes genießen. Zum einen denken Sie an die unterbrochene Kühlkette und an die Zutaten, welche ggf. Lagerungsschäden vorher schon hatten.
  • Backwaren: Mit nicht durchgebackener Cremefüllung vermeiden und auch ohne Sahne.
  • Büffet: Mit aller Vorsicht genießen. Kühlpflichtige Produkte stehen oft sehr lange ungekühlt. Beim heißen Büffet ist die Heißhaltetemperatur oft nicht gewährleistet. Heiße Speisen müssen heiß und kalte Speisen kalt sein.
  • Auf Ausflügen: Trockenprodukte oder fermentierte Produkte wie Hartkäse oder Salami bevorzugen.

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