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Susanne Haslbeck Susanne Haslbeck
aktualisiert am 14.01.2016 um 16:21:33

Neujahrsempfang in Leuna: Ganz im Zeichen von 100 Jahre Chemietradition

Bürgermeisterin Dr. Dietlind Hagenau überreicht an Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH, die Ehrenmedaille der Stadt Leuna. Bürgermeisterin Dr. Dietlind Hagenau überreicht an Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH, die Ehrenmedaille der Stadt Leuna.
Foto: Susanne Haslbeck
Leuna (sha). Musikalisch untermalt vom „Duo Risoluto“, und ganz im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums  „100 Jahre Chemiestandort Leuna und 100 Jahre Gartenstadt Leuna“, stand am Dienstag dieser Woche der Neujahrsempfang der Stadt Leuna. Im großen Saal des cCe Kulturhauses verfolgten die zahlreichen Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft, darunter Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft und Wirtschaft, Hartmut Möllring, die Neujahrsansprache der Bürgermeisterin, Dr. Dietlind Hagenau.

Zurückblicken konnte das Stadtoberhaupt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 mit Ereignissen, Jubiläen und Festen in der Stadt und den dazugehörigen zehn Ortsteilen. So wurden 2015 unter anderem 70 Jahre Volkssolidarität, 25 Jahre AWO, 70 Jahre Stadtrecht, 20 Jahre Stadtwerke, 20 Jahre Wohnungswirtschaft Leuna oder auch 25 Jahre kommunale Selbstverwaltung gefeiert. Für die Bürgermeisterin selbst stand im vergangenen Jahr das mittlerweile 25-jährige Dienstjubiläum zu Buche.

Investiert habe man 2015 unter anderem in Brücken, Straßen und Teiche, in der Jahn-Grundschule konnte das „Ende der Kreidezeit“ eingeläutete werden - alle Klassenräume verfügen jetzt über so genannte Whiteboards (weiße Tafeln, die mit speziellen Filzstiften beschrieben werden), zog die Bürgermeisterin weiter Bilanz.
Leuna sei heute grün und modern zugleich, lobte D. Hagenau ihre Stadt, und ging vor allem auch auf das in 2016 bevorstehende Jubiläum „100 Jahre Chemiestandort Leuna und 100 Jahre Gartenstadt Leuna“ ein. Die Bürgermeisterin verwies auf die zahlreichen geplanten Veranstaltungen dazu, inklusive einer Festwoche. Herzlich lud sie alle 14.000, heute zur Kommune gehörenden Einwohner dazu ein.

Vor 100 Jahren siedelten etwa 9.000 Menschen in Leuna und der Gartenstadt, die anfänglich den Namen „Neu-Rössen“ trug.
Beim Ausblick auf 2016 fand als erstes der Abschluss der Straßenbaumaßnahme an der Leipziger Straße in Kötzschau Erwähnung,  ferner soll der Umbau des Gebäudeensembles der alten Post zu altersgerechten Wohnungen eingeläutet, und voraussichtlich im dritten Quartal die Schwimmhalle wieder eröffnet werden. In Planung sei eine neue Feuerwehr für Kreypau und Kötzschau soll ein neues Feuerwehrfahrzeug erhalten.

Ein Grußwort sprach Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring. Darin ermunterte er die heimischen Betriebe, die Chancen der Digitalisierung im Jahr 2016 in den Fokus zu nehmen: „Auch Sachsen-Anhalts industrielle Zukunft liegt in der Vernetzung von Produkten und Herstellungsprozessen. Die Digitalisierung spart Kosten, schont Ressourcen und stärkt die Zukunftsfähigkeit. Deshalb müssen unsere Betriebe beim Thema ‚Wirtschaft 4.0‘ die Schlagzahl erhöhen, um vorn dabei zu sein.“

Im Alleingang könnten heimische Mittelständler die vielfältigen digitalen Chancen aber kaum nutzen. Umso wichtiger sei daher die Zusammenarbeit mit der leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur im Land.
Damit die Fabriken der Zukunft auch in Sachsen-Anhalt zu finden sind, setzt das Land vor allem auf passgenaue Beratung der Unternehmen. Möllring: „Dafür wollen wir jetzt die entsprechende Infrastruktur stärken. Unser Ziel für 2016 ist es, ein vom Bund gefördertes Kompetenzzentrum zum Thema ‚Industrie 4.0‘ nach Sachsen-Anhalt zu holen, um kleine und mittelständische Betriebe bei der Einführung der vernetzten Produktion zu unterstützen.“

Neben dem Blick in die industrielle Zukunft des Landes würdigte der Minister beim Leunaer Neujahrsempfang auch die Tradition des Industriestandorts Leuna: „Hier wurde im vergangenen Jahrhundert Chemiegeschichte geschrieben. Und auch heute noch gehen Innovationen aus Leuna um die Welt. Das ist ein großer Erfolg und zugleich auch ein Ansporn für die Zukunft.“

Möllring verwies zudem auf die insgesamt positive Lage der heimischen Wirtschaft: „Die Stimmung in den Unternehmen ist gut und die Auftragsbücher für 2016 sind gut gefüllt. Der Arbeitsmarkt bleibt stabil. Zudem steigen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und auch die Bruttolöhne. Wir gehen daher optimistisch ins neue Jahr. Um unseren lebendigen und kreativen Mittelstand weiter voranzubringen, werden wir die Ende 2014 gestartete Mittelstandsoffensive mit den Schwerpunkten Innovationen, Investitionen und Internationalisierung konsequent fortsetzen.“

Fester Bestandteil zu den Leunaer Neujahrsempfängen ist seit Jahren die Ehrung verdienstvoller Bürger der Stadt und Persönlichkeiten, die sich im Sinne des Gemeinwohls für Leuna einsetzen.
Die Ehrenmedaille der Stadt wurde dieses Mal an zwei Persönlichkeiten verliehen: Im Chemiestandort-Jubiläumsjahr ganz passenderweise an Dr. Christof Günter, den Geschäftsführer der Standortgesellschaft InfraLeuna GmbH, sowie an Jack Steinert, einen der Geschäftsführer der KEWOG Städtebau GmbH, einem langjährigen Partner der Stadt Leuna in Sachen Stadtentwicklung und Regionalplanung.

Ehrennadeln erhielten weiterhin Reinfried Asmuß, Wilfried Forst und Erdmute Kalow, ins Goldene Buch der Stadt Leuna durften sich zudem aufgrund ihres Engagements für den TSV Leuna Ruth Hein, Marietta Rosowski und Hella Kordas eintragen.
 

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