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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 20.03.2016 um 10:32:00

Durchgestartet: Aus der Provinz in die erste Liga

Wie Menschen von hier Karriere mach(t)en! Danny Fuchs (40) aus Quellendorf spielte sich im Fußball nach oben.

Quellendorf (sbw).
Auf dem Rasen des Quellendorfer Fußballvereins fing alles an. Dass ihn seine Karriere mal in die größten Stadien des Landes führen wird, hat damals keiner geahnt. Doch Danny Fuchs schaffte es bis in die Erste Bundesliga.

Quellendorf jedoch trägt er im Herzen. „Ich freue mich immer, wenn ich mal hier bin. Das fühlt sich nach Heimat an“, sagt er. „Ich weiß noch ganz genau, wie ich nach dem Training immer mit dem Rad durch den kleinen Wald hinter dem Sportplatz nach Hause gedüst bin“, erinnert sich der heute 40-Jährige und lächelt.

Dass er den Ort verlassen wird, war schnell klar, denn der Berufswunsch Fußballprofi ließ sich in Quellendorf nur schwer umsetzen.

Seine Herkunft bedeutete ihm auch im Verlauf seiner Laufbahn sehr viel. „Ich habe immer darauf bestanden, dass Traktor Quellendorf und auch Motor Köthen und Chemie Halle als Stationen meiner Karriere auf den Autogrammkarten stehen. Meine Mannschaftskollegen haben sich wegen der Namen oft kaputtgelacht. Worte wie Traktor oder Motor im Namen des Teams kannten sie nicht. Aber ich glaube, alle die man heute fragt, erinnern sich dadurch an Quellendorf. Ich habe mich für meine Herkunft nie geschämt. Warum auch?“

Heute ist Danny für den 1. FC Kaiserslautern als Spielerscout unterwegs. Er sichtet junge Talente und sichert diese möglichst für sein Team. Bei ihm selbst lief das einst anders. Denn zu DDR-Zeiten, so berichtet er, war das straff durchorganisiert. „Da konnte gar kein talentierter Spieler durchs Netz gehen.“

Nach Quellendorf, Köthen und Halle spielte Fuchs in Wiesbaden, München, Bochum, Fürth, Kaiserslautern und Karlsruhe im Mittelfeld. Insgesamt 356 Ligaspiele hat er absolviert und ließ es dabei 69 Mal im Tor klingeln. 2011 beendete er seine aktive Zeit.

Ob er sich vorstellen kann, nach Quellendorf zurückzukehren? „Momentan konzentriere ich mich noch auf meine Karriere, doch in paar Jahren - mal schauen. Manchmal vermisse ich Quellendorf richtig. Ein paar alte Fotos habe ich natürlich immer parat. Wenn ich in Leipzig oder Berlin unterwegs bin, dann gehört der Zwischenstopp bei Eltern und Freunden dazu. Im Sommer und im Winter bin ich je eine Woche hier und genieße es sehr - Heimat ist nun mal Heimat.“

 
 
 




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